Jülich - TTC Indeland Jülich: Die Festbeleuchtung glimmt rot

TTC Indeland Jülich: Die Festbeleuchtung glimmt rot

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
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Marcos Freitas (r.) gewann für die Indeländer gegen Lars Hielscher den einzigen Satz des gesamten Spiels gegen Werder Bremen. Foto: Krol

Jülich. Wer hätte nach den sensationellen Siegen in Frickenhausen und daheim gegen Ochsenhausen gedacht, dass die Herzogstädter als Tabellenletzter der Deutschen Tischtennis Liga überwintern? Wohl niemand, aber die Fakten sind eindeutig.

Der TTC Indeland Jülich gewann am Dienstagabend vor heimischer Kulisse beim blamablen 0:3 gegen das Schlusslicht Werder Bremen nur einen mageren Satz und übernahm die wenig begehrte rote Laterne rechtzeitig zum heiligen Fest von den Nordlichtern.

TTC-Manager Arnold Beginn ging nach der Heimschlappe ins Detail und gab sich die größte Mühe, dem Kahlschlag etwas Positives abzugewinnen. „Sechs von insgesamt zehn Sätzen endeten mit dem knappsten Ergebnis - immer zu Gunsten von Werder Bremen. Daran sieht man, dass die Niederlage zu deutlich ausgefallen ist und unsere Mannschaft über zu wenig Erfahrung verfügt, um die engen Sätze zu gewinnen. Meine Jungs haben nicht so schlecht gespielt; es fehlte lediglich in den entscheidenden Situationen die Kaltschnäuzigkeit oder etwas Glück”, kommentierte Beginn.

Ganz falsch liegt der Jülicher Tischtennis-Methusalem damit sicherlich nicht, denn alleine der Bremer Lars Hielscher verfügt über mehr Erstligaeinsätze als die komplette Jülicher Mannschaft samt Ergänzungsspieler. Zudem musste der TTC am Dienstag auf seinen Spitzenspieler Yang Zi verzichten, der an asiatischen Titelkämpfen teilnehmen musste. Marcos Freitas, einer der „reiferen” Akteure im TTC-Trikot, gewann gegen Hielscher den einzigen Satz und hielt phasenweise ordentlich mit.

Die beiden folgenden 0:3-Niederlagen lassen sich darauf reduzieren, dass Filip Szymanski und Loic Bobillier stets bemüht waren, ihre Begegnungen offen zu gestalten.

Keine positive Bilanz

Nach Abschluss der Hinrunde hat kein Profi des TTC Indeland eine positive Einzelbilanz; die Mannschaft rangiert auf dem düsteren Platz 10. Lediglich Yang Zi bewegt sich mit sieben Siegen aus 14 Spielen halbwegs im Bereich der Erwartungen. Freitas gewann immerhin drei von zehn Einzeln, Bobillier siegte nur einmal und Szymanski wartet immer noch auf seinen ersten Erfolg.

Auf die Frage nach dem Fazit der Hinrunde entgegnete Beginn fast schon sarkastisch: „Die Mannschaft, die am Ende der Saison auf dem achten Tabellenplatz steht, hat den großen Nachteil, dass sie in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen muss. Ich weiß nicht, welcher normale Verein sich diesen teuren Spaß in Zukunft noch leisten kann. Die Auflagen werden immer schärfer und die Vorschriften bezüglich der Satzung sind für Vereine in Deutschland mehr als reformbedürftig. Die zweite Bundesliga scheint momentan attraktiver zu sein, denn wir werden uns wohl auch in Zukunft keine starken, erfahrenen Spieler leisten können, die um die Play-Off-Plätze mitspielen. Insofern ist unser Tabellenplatz letztendlich die sportliche Konsequenz unserer wirtschaftlichen Situation.”

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