TTC Indeland: Deutlicher Sieg gegen den 1. FC Köln

Von: Jörg Sauer
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Erfolg dank guter Analyse seines Gegners: Ricardo Walther setzte sich auch gegen den Kölner Lennart Wehking durch. Foto: Kròl

Jülich. Der 1. FC Köln drohte dem TTC Indeland im Vorfeld der vergangenen Zweitliga-Partie einen heißen Tanz in der Domstadt an. Bedingt traf die Ansage der Kölner zu. Bis zum zwischenzeitlichen 4:4 brannte am Sonntag die Luft in der prall gefüllten Sporthalle im Kölner Stadtteil Junkersdorf.

Danach fiel die Moral der Gastgeber zusammen wie ein Kartenhaus, und die Jülicher kamen zu ihrem absolut verdienten 9:4-Auswärtssieg. Als Christian Strack nach über 200 Minuten Spielzeit seinen ersten Matchball gegen Jonas Pade verwandelte, war die Luft bereits wieder abgekühlt.

Stimmung auf dem Siedepunkt

Beim Zwischenstand von 4:4, die Stimmung war auf dem Siedepunkt, gewann Daniel Halcour das Schlüsselspiel des Tages gegen Denis Mortazavi hauchdünn im fünften Satz. Der Jülicher sah in dieser Partie nach einem 0:2-Rückstand bereits wie der sichere Verlierer aus.

Halcour, der in den letzten Wochen bereits mit soliden Leistungen überzeugte, zog den Kopf aus der Schlinge und die Blicke der rund 250 Zuschauer auf sich. Der fünfte Punkt für Jülich versetzte dem 1. FC schließlich den Todesstoß. Köln gewann keinen der folgenden zwölf Sätze (!) und die Partie war entschieden.

Selbst Kölns stärkster Spieler, Lennart Wehking, der ja auch mit dem TTC Indeland in Verbindung gebracht wird, fand nach Mortazavis Niederlage und einem deutlich gewonnen ersten Satz gegen Jülichs Besten Filip Szymanski am Nachbartisch nicht mehr zurück ins Spiel. „Wehking ist schon ein guter Spieler, aber wir wollten uns von ihm nicht mehr so abledern lassen wie im Hinspiel. Ich habe sein Spiel analysiert und konnte deswegen Filip und Ricardo taktisch viel besser auf ihn einstellen”, kommentierte Dimmig.

Denn auch Ricardo Walther schlug Wehking nach einer beeindruckenden Partie. „Ich habe vorher noch nie gegen ihn gewonnen, aber diesmal habe ich mich sehr gut gefühlt, und ich bin froh, dass ich ihn zum ersten Mal geschlagen habe”, so Walther. Der Weg zum Sieg führte bei Wehking über die Rückhand. Immer wieder nagelten sie den Kölner auf seiner schwächeren Seite fest, um dann die Löcher in seiner Vorhandseite gnadenlos zu nutzen.

Mehr als die halbe Miete

Lauric Jean bot im mittleren Paarkreuz eine tadellose Leistung war genau wie sein Doppelpartner Filip Szymanski an drei Punkten beteiligt. Das war mehr als die halbe Miete für den TTC Indeland.

Jülichs Cheftrainer Johannes Dimmig erzählte etwas süffisant: „Die Kölner waren heiß wie Frittenfett. Die brauchen jeden Punkt um die Klasse zu halten. Das haben wir zu spüren bekommen! Wir haben verdient gewonnen, aber es war ein Arbeitssieg.”

Ein kleiner Wermutstropfen war die immer akuter werdende Knieverletzung von Axel Fischer, der sichtlich angeschlagen sein Einzel gegen Steinfeld abgab. Es erscheint damit fraglich, ob Fischer in den verbleibenden vier Spielen für den TTC an den Tisch gehen kann.
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