TTC Indeland bewirbt sich für die Bundesliga

Von: ahw
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Die Tischtennis-Infrastruktur in der Nordhalle ist tauglich für die Bundesliga: Das Bild entstand beim Heimspiel des TTC Indeland gegen Hagen. Foto: Kròl

Jülich. Die beschlossene Umstrukturierung der 2. Tischtennis-Bundesliga – Umstellung auf Vierermannschaften in der kommenden Saison, im nächsten Schritt die Einführung einer eingleisigen 2. Bundesliga – hat die betroffenen Vereine zum Nachdenken gebracht, zumal künftig professionellere Strukturen verlangt werden. So denkt die TTS Borsum, zuletzt Gegner des TTC Indeland Jülich, ernsthaft über einen freiwilligen Rückzug aus Liga 2 nach, da sich dort das bisherige Konzept mit deutschen Talenten und osteuropäischen Nationalspielern nicht länger verwirklichen lasse.

Dagegen möchte der TTC Indeland Jülich die Flucht nach vorne antreten und einen Anlauf Richtung erster Liga wagen. Wie TTC-Manager Arnold Beginn berichtet, hat sich der Verein bei der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) rechtzeitig vor Ende der Frist am 31. Januar für einen Platz in der Saison 2013/14 beworben. In den Vorjahren hatte Beginn zwar auch Bewerbungen eingereicht, die allerdings eher Pro-forma-Charakter hatten.

Nach der Pleite von Ruhrstadt Herne ist die Bundesliga inzwischen auf acht Mannschaften geschrumpft, so dass der Manager gute Chancen sieht, dass Jülich einen Platz im Oberhaus erhält. TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle und sein Managerkollege Andreas Preuß von Borussia Düsseldorf hätten ihn überzeugt, wieder Bundesliga zu spielen, verrät Beginn. Und: „Jülich gehört in die Bundesliga!“

Der höchsten Spielklasse im nationalen Tischtennis gehörte der TTC von 1977 bis zum freiwilligen Rückzug 2010 ununterbrochen an und feierte seit 1980 auch im Europapokal schöne Erfolge.

„Bei uns ist alles geprüft“

Was die Voraussetzungen betrifft, sind die Jülicher bis heute bundesligatauglich geblieben. „Bei uns ist alles da und alles geprüft“, weißt der Manager hin auf die technischen Gegebenheiten in der Nordhalle, beispielsweise den speziell eingefärbten Boden.

Zwar bringt Jülich von der Papierform her alle Voraussetzungen mit für die Tischtennis-Bundesliga, doch stimmen auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen, um eine Profimannschaft zu finanzieren? Arnold Beginn hat inzwischen mit allen Sponsoren gesprochen und ist auch dort auf viel Zuspruch gestoßen, zumal das Gros der Verträge für die erste und zweite Bundesliga gelten.

Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland, habe ihn sogar zu diesem Schritt ermuntert, denn der TTC sei ein „wichtiges Aushängeschild“ für die Gesellschaft, deren Namen die Mannschaft in ganz Deutschland verbreitet hat. Bei einem Platz in der Bundesliga werde die Aufmerksamkeit für den Verein sogar noch weiter gesteigert.

Mit dem Zuspruch der Sponsoren im Rücken glaubt Beginn, dass „die Bundesliga mit gutem Willen finanziell zu packen ist. Es ist nur noch ein kleiner Schritt“. Sportlich möchte der gewiefte Manager bei der Verpflichtung von Spielern „im überschaubaren Rahmen“ bleiben.

Gleichzeitig motiviert ihn die Erstliga-Perspektive: „Ich muss fleißig sein, um eine gute Mannschaft zu verpflichten.“ Wenn die Bundesliga doch eine Nummer zu groß ist, hätte Jülich zumindest die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga in der Tasche.

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