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TTC Indeland: Adel Massaads Rolle als „Opferlamm”

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
Trainer Johannes Dimmig (v.l.)
Trainer Johannes Dimmig (v.l.) mit den beiden Youngstern Marc Preuss und Lukas Kneier, die Sonntag ihr Debüt gaben. Foto: Kròl

Jülich. An der Tatsache, dass die Verantwortlichen beim TTC Jülich mit einer 4:9-Heimniederlage zufrieden sind, ist der Anspruch des aktuellen Teams sehr gut erkennen. Doch einige Vorzeichen sind zu korrigieren.

Der TTC duellierte sich mit dem Tabellenführer aus Velbert und musste zudem auf zwei wichtige Säulen der Mannschaft verzichten. Hand aufs Herz: Unter diesen Voraussetzungen darf man auch schon mal verlieren.

Kaum eine Mannschaft der 2. Tischtennis-Bundesliga ist in der Lage, die Nummer Eins und die Nummer Drei zu ersetzen, ohne dabei wesentlich an Substanz zu verlieren. Trinko Keen und Lauric Jean fehlten, doch das gute taktische Kalkül des Trainers und der bärenstarke Dmytro Pysar hielten den TTC recht lange im Match, auch wenn das 4:9 am Ende eine deutliche Sprache spricht.

Als Anton Adler gegen Marvin Dietz in den fünften Satz ging, hatte die Partie ihren Siedepunkt erreicht. Adlers Sieg wäre der Anschlusspunkt zum 4:5 gewesen. Bis zu diesem Zeitpunkt spekulierte der recht spärlich besetzte TTC-Fanblock auf einen lucky Punch des Außenseiters.

Adlers Niederlage und das daraus resultierende 3:6 ernüchterte jedoch, zumal die Jülicher den anschließenden Partien im oberen Paarkreuz nicht mit freudiger Erwartung entgegenblickten. Hermann Mühlbach, der Sonntag an Position eins spielte, verlor erneut beide Spiele und ist nun mit der traurigen Bilanz von 0:8 schlechtester Spieler seines Paarkreuzes. Gegen Ionescu und Dodean ging er diesmal sogar ohne Satzgewinn vom Tisch.

Von Adel Massaad, der aus taktischen Gründen an Position Zwei gemeldet wurde, durfte nicht viel erwartet werden, da den ägyptischen Olympiateilnehmer, nicht zuletzt aufgrund seines Trainingsrückstands, Lichtjahre vom Leistungsvermögen des oberen Paarkreuzes trennen.

In Tischtenniskreisen spricht man in diesem Zusammenhang gerne vom „Opferlamm”, da Massaads Einsatz bewirken sollte, dass zumindest kein weiterer Spieler aufrücken musste. Insofern waren seine Niederlagen eingeplant, um diesmal Dmytro Pysar die Chance zu geben. im mittleren Paarkreuz mit zwei Siegen durchzustarten. Der junge Ukrainer nutzte seine Chance und punktete doppelt. Die Velberter Kroulik und Janasek konnten den Jülicher nicht bezwingen.

„Wenn Adler gewonnen hätte, hätten wir mit Sicherheit noch eine Chance bekommen, das Match offen zu gestalten. Nach seiner Niederlage war die Partie praktisch entschieden. Hermann Mühlbach setzt sich selber im Wettkampf zu sehr unter Druck und Dmytro Pysar hat glänzend gespielt. Unter dem Strich können wir trotz der Niederlage zufrieden sein”, analysierte TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig.
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