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Trainer Kosprd kehrt zu „Zehnern“ zurück

Von: hfs.
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Peter Kosprd (Bildmitte) ist zurück: Als sportlicher Leiter und Trainer übernimmt er die „Zehner“. Co-Trainer bleibt Jo Adler (l.), was auch Vorsitzenden Michael Lingnau, Geschäftsführer Claus Nürnberg und Robert Musiol (v.l.) freut. Foto: hfs.

Jülich. Er kann es einfach nicht lassen: Auch mit 67 Jahren ist er dem Fußballsport mit Leib und Seele verbunden. Peter Kosprd ist wieder im Trainergeschäft. Dort, wo vor 60 Jahren seine Karriere begann, steht er nun an verantwortlicher Position. Bei den Jülicher „Zehnern“, aktueller B-Ligist, hat Kosprd ab sofort sportlich das Sagen.

Beim Traditionsverein ist mit sofortiger Wirkung das Urgestein wieder am Ruder. Seit dieser Woche ist der 67-jährige Peter Kosprd zurück. Wie es bei ihm seit vielen Jahrzehnten üblich ist, gab er sein Ja-Wort per Handschlag. „Nach reiflicher Überlegung“, wie er betont.

Denn so ohne weiteres wollte er bei dem Verein, bei dem er in jungen Jahren seine Karriere begann, nicht tätig werden. „Zuerst einmal galt es, Positionen abzuklären“, ließ er nach eigenem Bekunden von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er in sportlichen Belangen das alleinige Sagen haben will. Denn für „Zirkus, wie er in den letzten Wochen herrschte“, sei er nicht zu haben.

Querelen hinter den Kulissen

Grund waren die bekannt gewordenen Querelen, die hinter den Kulissen beim Traditionsverein herrschten. „Es kann doch nicht sein, dass eine Person, die mit sportlichen Dingen absolut nichts zu tun hat, den Trainer entlässt, schon einen neuen Coach installieren will.“ So machte Kosprd vor seinem endgültigen Ja klar, dass er in Personalunion sportlicher Leiter und Trainer sein will, was ihm auch zugestanden wurde.

„Wir haben uneingeschränktes Vertrauen in die Person von Peter Kosprd. Er ist ein ,Zehner‘-Urgestein, in seinen Händen liegt nun unsere sportliche Zukunft“, bekräftigte Vorsitzender Michael Lingnau. Er betonte, dass die Verpflichtung Kosprds „im geschäftsführenden Vorstand einstimmig getroffen wurde“. Für Lingnau ist Kosprd sozusagen in der Bringschuld.

„Er hat mich im Jahre 2007 nach der zweiten Insolvenz in den Verein geholt. Damals wusste ich nicht, was auf mich zukam“, meinte Lingnau vielsagend, um gleichzeitig zu betonen, dass nach der Überwindung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit dem Abschluss der Insolvenz nun „die sportliche Zukunft bei den „Zehnern“ beginnt. Mit Peter Kosprd, der die Mannschaft bereits von 1998 bis 2008 betreute, sei ein ausgewiesener Fachmann geholt worden.

Dass der vor einer schwierigen Aufgabe steht, dies stellte der alte und neue SCJ-Coach heraus. „Wir sind Schlusslicht, fünf Punkte in der bisherigen Saison sind desaströs. Es wartet viel Arbeit auf uns.“ Kosprd hofft, dass bis zur Winterpause noch das eine oder andere Pünktchen geholt werden kann, eventuell noch weitere Spieler zu den „Zehner“ stoßen.

Was ihn aber zur endgültigen Zusage bewogen hat, verriet er nach der offiziellen Vorstellung. „Die Glückwünsche von vielen ehemaligen Spielern zu meinem Geburtstag.“ Den feierte er in der Vorwoche. Zudem hätten die positiven Gespräche, auch mit Robert Musiol, der bis zu Kosprds Verpflichtung sportlicher Leiter war, das Ja erleichtert.

Dass die „Zehner“ beim Buhlen um den Fußballlehrer nicht die einzigen waren, wurde ebenfalls bei der Vorstellung im Vereinsheim im Karl-Knipprath-Stadion deutlich. Per SMS fragte da ein Fußballverein an – er rangiert drei Klassen höher als die „Zehner“, aus Fairness sei der Name hier nicht genannt – ob der „Herr Kosprd nicht nochmals ins Trainergeschäft einsteigen will? „Zu spät“, schreibt der zurück, „ich habe gerade einem neuen Verein mein Wort gegeben.“ So wird Kosprd wieder sonntags an der Seitenlinie stehen. Wie bis zum 9. Juni, als er mit Germania Lich-Steinstraß am letzten Spieltag den Aufstieg in die Landesliga feierte.

Als Co-Trainer beim B-Ligisten SC Jülich 1910/97 fungiert weiter Jo Adler, der nach der Trennung von Michel Kornetzky vorübergehend die Verantwortung übernommen hatte.

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