Tödlicher Unfall: Straßenwärter dokumentiert Bodenwelle

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Unfall A44
Der Wagen schleuderte in eine Böschung, prallte gegen mehrere Bäume und fing sofort Feuer. Der Fahrer verbrannte im Wrack. Foto: Manuela Horrig

Jülich. Der tödliche Unfall auf der Autobahn 44, bei dem am Montag der Fahrer eines Sportwagens zwischen den Anschlussstellen Jülich-Ost und Titz in seinem Fahrzeugwrack verbrannt ist, gibt weiter Rätsel auf.

„Die Identität desjenigen, der am Steuer saß, ist noch nicht 100-prozentig geklärt“, sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei in Köln auf Nachfrage. Die Auswertung dessen, was das Verkehrsunfall-Aufnahmeteam aus Köln noch in der Nacht durch Vermessen der Unfallstelle und Fotos dokumentiert hat, dauern an.

Derweil ist auch die für diesen Abschnitt der A44 zuständige Autobahnmeisterei Titz tätig geworden, die einen Straßenwärter an die Unfallstelle entsandt hat, der ebenfalls mit Fotoaufnahmen den Straßenzustand dort dokumentiert hat. „Die Existenz der Bodenwelle stimmt“, fasst Pressesprecher Bernd Löchter ein Ergebnis der Recherchen zusammen. Ob nach dem Unfall als Sofortmaßnahme ein Schild zur Geschwindigkeitsbeschränkung für diesen Abschnitt aufgestellt wird, werde derzeit diskutiert, sei aber noch nicht entschieden, zumal es dort auf gerader Strecke bislang „keine besonderen Auffälligkeiten“ gegeben habe. Gleichwohl werde nach einem tödlichen Unfall „immer genauer geschaut“, wo Verbesserungen – auch baulicher Art – möglich seien.

Weitere Details zum Einsatz der Jülicher Feuerwehr sind inzwischen ebenfalls bekannt geworden. Einsatzleiter Swen Henseler berichtete auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Löschgruppe Mersch-Pattern als erste am brennenden Wagen eingetroffen war und dort mit den Löscharbeiten bereits begonnen hatte, als die Kollegen aus Jülich hinzustießen. Zudem halfen die Wehrleute dabei mit, das Umfeld des Wracks nach möglichen weiteren Opfern abzusuchen, die bei dem Unfall vielleicht aus dem Fahrzeug geschleudert worden waren.

Dabei sei auch die Wärmebildkamera eingesetzt worden, berichtet Henseler, bevor die Polizei noch einen Hubschrauber zur weiteren Umfeldsuche anforderte. Nicht zuletzt kümmerten sich die Wehrleute nach Eintreffen eines Bestatters darum, die um das Wrack verstreuten Leichenteile einzusammeln. „Das war kein schöner Einsatz, den wir zum Glück nur alle 15 Jahre haben“, lautet Henselers Stoßseufzer.

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