Titzer Schulsanierung kostet fünf Millionen Euro

Von: hfs.
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Die erste Etage der Hauptschule kann von Hausmeister Christof Floß zurzeit nur über die Feuertreppe erreicht werden. Foto: hfs.
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Der Ausschuss beim Kontrollgang: Hier bei der Inspektion der Heizungsanlage im Schulzentrum Titz. Foto: hfs.

Titz. Dass die Gemeinde Titz finanziell tief in die Tasche greifen muss, um ihr Schulzentrum für kommende Generationen fit zu machen, wurde erstmals im September öffentlich. Da nahmen die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt die Immobilien unter die Lupe.

Das Schulgebäude, das in den Jahren 1974 bis 1976 für die Grund- und Hauptschule samt zwei Turnhallen gebaut wurde, muss nun im Hinblick auf die neu eingerichtete Primusschule komplett saniert und renoviert werden. In einem dafür angefertigten 154-seitigen Gutachten sind auch die Kosten vermerkt: Sie beziffern sich auf rund fünf Millionen Euro.

Noch haben die umfangreichen Arbeiten nicht begonnen. Deshalb kann die erste Etage der Hauptschule, die ebenfalls für die Primusschule bei späterer „Volllast“ gebraucht wird, auf herkömmlichem Weg nicht betreten werden. „Wir müssen die Feuertreppe nehmen, der Zugang über das innere Treppenhaus ist versperrt“, sagt Hausmeister Christof Floß. Einmal pro Woche schaut er dort oben in der seit zwei Jahren verwaisten Etage – wegen der gesunkenen Zahl an Hauptschülern wurden die Räume nicht mehr gebraucht – auf der sich sieben Klassenräume befinden, nach dem Rechten.

Dann dreht er zum Beispiel den Wasserhahn auf, kontrolliert in den Wintermonaten die Heizung. Dieser Zustand dürfte erst 2016 beendet sein. Denn dann soll die offizielle Bauphase der Kernsanierung beginnen. Bei laufendem Schulbetrieb werden Haustechnik, Lüftung, Heizung, Fenster, Fassade, Inventar, Bodenbeläge oder aber die Sanitäreinrichtungen erneuert beziehungsweise auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Das alles erfolgt unter dem Gesichtspunkt einer energetischen Sanierung, die dazu führen soll, dass die Gemeinde laut Berechnungen der Gutachter in 25 Jahren rund 3,6 Millionen Euro an Betriebskosten sparen kann. Ende 2020 soll die energetische Sanierung des Schulzentrums abgeschlossen.

Doch schon jetzt muss der Rat grünes Licht geben und die Verwaltung beauftragen, in den Haushalt 2015 rund 760000 Euro als Investitionsmittel einzustellen. Im gleichem Umfang sollen aus der Rückstellung der Schulpauschalen Entnahmen gebildet werden, die sich auf insgesamt rund 2,4 Millionen Euro belaufen. Sozusagen eine Refinanzierung des Projekts „Schulzentrum“, das aus vier eigenständigen Gebäuden – Grund- und Hauptschule mit je einer Turnhalle – besteht.

Zu diesem Ensemble kommt die Schwimmhalle hinzu. Die müsse optional in zwei Varianten gesehen werden, wie das Gutachten ausdrücklich hervorhebt. Bleibt das Bad, das zurzeit von einem Verein betrieben wird, mittel- oder langfristig erhalten, muss zur Optimierung der Haustechnik eine gemeinsame Technikzentrale von Schule und Schwimmbad geschaffen werden. Soll das Bad aufgegeben werden, genügt eine Erweiterung der Heizung. Jetzt hat der Rat das Wort. Diese Entscheidung wird sicher auch in Jülich mit großem Interesse verfolgt.

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