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Titzer machen mobil für eine Schule vor Ort

Von: ptj
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Übergabe der Titzer Resolution n an die Bezirksregierung: v. l. der Titzer Beigeordnete Christian Canzler, August Gemünd, persönlicher Referent der Regierungspräsidentin, die Schulpflegschaftsvorsitzende Simone Brüne Leuffen und Bürgermeister Jürgen Frantzen. Foto: Jagodzinska

Köln/Titz. 760 Unterschriften für den Erhalt des Schulstandortes Titz hat eine Delegation aus der Landgemeinde der Bezirksregierung Köln überreicht. „Die Resolution hat eher symbolischen Wert und kommt zu den Akten. Wir wissen es aber zu schätzen, wenn Eltern hierher kommen. Das passiert nicht alle Nase lang“. Das sagte August Gemünd, persönlicher Referent der Regierungspräsidentin Gisela Walsken, der kleinen Delegation in Köln.

Gekommen waren der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen, Beigeordneter Christian Canzler und nicht zuletzt Simone Brüne Leuffen, Schulpflegschaftsvorsitzende der Titzer Gemeinschaftshauptschule.

Sie hatte innerhalb von zwei Wochen in Titz 760 Unterschriften für den Erhalt des Schulstandortes Titz im Bereich der Sekundarstufe I gesammelt, die zusammen mit der Resolution der Bezirksregierung übergeben wurden. „Die Resonanz war sehr überwältigend. Wir haben an keiner Tür geklingelt, wo nicht unterschrieben wurde“, konkretisierte Brüne Leuffen. Ihr jüngster Sohn Franz-Johannes (12) besucht die „sehr gute und attraktive“ Hauptschule und möchte sie auch beenden.

Die Resolution des Titzer Rates wurde am 31. Oktober 2012 beschlossen, auch die Unterschriften wurden bereits vor Weihnachten gesammelt und dem Bürgermeister übergeben. Zwei bis drei Anläufe waren zur Koordination mit der Bezirksregierung vonnöten. „Vor dem unparteiischen Moderationsverfahren“ wollte die Bezirksregierung als Genehmigungsbehörde aber „keine freundschaftlichen Gespräche führen“, wie Gemünd den Zeitverzug begründete.

In der Resolution bezieht sich die Gemeinde Titz auf den nordrhein-westfälischen Schulkonsens, der darauf abziele, Schulen im Sekundarbereich I in der Fläche zu erhalten, nicht stillzulegen.

Deshalb sei die Errichtung einer Gesamtschule Aldenhoven/Linnich Aldenhoven, sei sie horizontal oder vertikal ausgerichtet, nicht zielführend.

Werde das 8.Schulrechtsänderungsgesetz so angewendet „wie im Fall der Nordkreiskommunen Aldenhoven und Linnich, droht die Flächengemeinde Titz ihr letztes gemeinsames, zudem wohnortnahes Schulangebot im Sekundarbereich I zu verlieren“.

Verbindung verloren

Da die Landgemeinde mit dem zweitgrößten Gemeindeflächenanteil im Nordkreis Düren durch die beiden Tagebaue Hambach und Garzweiler bereits Verbindungen zu Nachbarstädten und -gemeinden verloren hat, wäre das umso dramatischer. Um zehnjährige Kinder nicht schon mit mehrstündigen Fahrten zu belasten, setzt die Gemeinde alles daran, „einen zuverlässigen Partner“ zur Gründung einer gemeinsamen Sekundarschule zu finden.

„Die nächste Hauptschule im Kreis liegt in Inden, 30,8 km weit weg und ist in einer Stunde 39 Minuten mit dem Bus zu erreichen, wie Canzler aufführte. Linnich war im Rahmen der Schulentwicklungsplanung des Kreises Düren zunächst als Schulpartner vorgesehen, was aber „am Linnicher Elternwillen scheiterte“. Gegenwärtig befindet sich die Gemeinde Titz in „zielführenden Gesprächen und konzeptionellen Vorbereitungen mit der Stadt Jülich“ zur Errichtung einer Dependancelösung der Sekundarschule Jülich für einen Parallelbetrieb der Klassen 5 und 6 auf Titzer Gemeindegebiet.

Diese Schulentwicklungsplanung des Kreises Düren hatte Gemünd schlichtweg „toll“ gefunden. Damit sind wir hausieren gegangen“, wie er betonte.

Einzige Chance

Die Genehmigung der Gesamtschule Aldenhoven/Linnich sei „keine leichte Entscheidung“ gewesen. Gemünd zeigte sich überzeugt davon, dass die Juristen der Bezirksregierung eine „saubere und ordentliche Entscheidung getroffen zu haben, die vor dem Verwaltungsgericht Bestand hat“.

Nichtsdestotrotz ermutigte er die Titzer, „Kräfte zu bündeln und sich um Klagen zu kümmern“. „Das ist mehr als Ihr Recht und ihre einzige Chance“, setzte der persönliche Referent nach. Genau dies beabsichtigt Frantzen, denn „Titz braucht Schule“.

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