Titzer Hallenbad: In fünf Jahren umwälzend generalüberholt

Von: ptj
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Die Filteranlage als „Herz des Bades”: Unser Bild zeigt (v.l.) Jakob Waldhausen als Sprecher des KSB, Hans Goertz, Gerd Baumann und Rudi Strauch von der Technikcrew des FHT. Foto: Jagodzinska

Titz. Das Titzer Hallenbad „war vor fünf Jahren bereits zwei Jahre im Ruhestand und musste grundsätzlich überholt werden”, resümiert Gerd Baumann, „Technikvater” des Fördervereins Hallenbad Titz (FHT). Gemeinsam mit Rudi Strauch - vor einem Jahr kam noch Hans Goertz dazu - hat er die gesamte Technik auf den neuesten Stand gebracht.

Baumann gibt sich bescheiden: „Wir hatten Hilfe”. Besondere Erwähnung findet Landrat Wolfgang Spelthahn als Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB), die Gemeinde Titz, die Bevölkerung, inzwischen 1100 treue Mitglieder, das DLRG und nicht zuletzt mindestens 15 ehrenamtlich tätige Handwerker. Etwa 130.000 Euro setzte der FHT ein, inklusive eine monatelang andauernde Eigenleistung.

Weisweiler „Lager”

Zunächst erfolgte der Abbruch der kompletten Warmwasserbereitung plus Pumpenansteuerung. „Fehlende Baugruppen” konnte die Crew gegen den „Restbuchwert” aus dem geschlossenen Bad in Weisweiler holen: Filtereinrichtung, Kaminanlagen und die Umsteuerung vom Badwasser- zum Schwellwassertank, der das verdrängte Wasservolumen der Badegäste ausgleicht. Die Einsparungen schätzt Baumann auf mindestens 50.000 Euro.

2004 erfolgte der Einbau neuer Pumpen und Pumpenansteuerung, Kostenpunkt an die 30.000 Euro. 2005 trennte sich der FHT vom Warmwassernetz der Gemeinde und regelte die Gas- und Wasserversorgung in Eigenregie. Für etwa 15.000 Euro wurde ein neuer Ofen gekauft. 2005/06 wurden Umkleidekabinen und Toiletten renoviert und eine Fußbodenheizung eingebaut, finanziert aus Überschüssen in Höhe von etwa 11.000 Euro.

2007 erfolgte der Austausch des alten Wasserverteilers. Eine Dachsanierung über den Nebenräumen schloss sich an, die Restsanierung des Daches steht als nächstes für geschätzte 15.000 Euro auf dem Plan.

2008 wurde das neue Blockheizkraftwerk eingebaut, das den Eigenbedarf an Strom deckt. Nachts wird die Restmenge von 5,5 Kilowatt elektrischer Leistung ins öffentlich Netz eingespeist, gegen ein Entgelt der Energie- und Wasserversorgung Stolberg. Die anfallende Wärme wird zur Unterstützung des Ofens als Warmwasserheizer genutzt. Geplant ist zudem eine Wärmerückgewinnungsanlage, die eine Energieeinsparung von etwa 30 Prozent erwarten lässt.

„Mit Rationalisierungsmaßnahmen sind wir am Ende, wir können nicht noch mehr einsparen”, betont Baumann. Jakob Waldhausen, Sprecher des KSB, sieht ein Problem in den „unkalkulierbaren, aber heftigen Energiekostensteigerungen von 25 Prozent, die bis zu 15000 Euro Mehrkosten im Jahr zur Folge hätten”.
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