Rödingen - Titzer FPD kann Schatzmeister-Posten nicht besetzen

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Titzer FPD kann Schatzmeister-Posten nicht besetzen

Von: ptj
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„Bombastisches Wahlergebnis“, aber Abgabe der Finanzhoheit an den Kreisvorstand: (v. l.) sind Vize-Vorsitzender Hartmut Wasserberg, Vorsitzender Stephan Borkowski, MdB Katharina Kloke, Clemens Schüssler und Alexander Willkomm aus dem Kreisvorstand zu sehen. Foto: Jagodzinska

Rödingen. Der Mitglieder zählende FDP-Ortsverband Titz erzielte mit der Zweitstimme bei der Bundestagswahl 2017 ein „bombastisches Ergebnis“, wie die neue Bundestagsabgeordnete Katharina Kloke es ausdrückte, nämlich mit 16,04 Prozent nach Heimbach das zweitbeste im Kreis Düren.

Gleichzeitig sahen sich die Mitglieder auf einstimmigen Beschluss bei ihrer Jahreshauptversammlung im Lokal „Zur Eiche“ gezwungen, ihre Finanzhoheit an den Kreisverband abzugeben. Denn sie können nach Ausscheiden von Schatzmeisterin Ingrid Wilden – die mit Dankesworten und einem Blumenstrauß verabschiedet wurde – keinen Schatzmeister benennen. Das Prozedere ist unter diesen Umständen die einzige Alternative zur Auflösung des Ortsverbands, die keinesfalls gewünscht ist.

„Es ist nicht nur ein Problem der FDP, dass die Mitgliederzahlen zurückgehen“, betonte Kreisverbandsvorsitzender Alexander Willkomm. Mit deutlich mehr als 200 Mitgliedern sei der Kreisverband sogar recht gut aufgestellt. Eintritte seien aber überwiegend in Jülich und Düren zu verzeichnen. Ausnahme sei Aldenhoven, wo sich seit August „junge Liberale für einen Zusammenschluss auf kommunaler Ebene engagieren“. Wenn Ortsverbände sogar ein überdurchschnittliches Wahlergebnis erzielen, sollten die Bürger der Kommune natürlich auch „ihre Häuser verlassen und sich zur FDP bekennen“, setzte Willkomm nach.

Wasserenthärtungsanlage kommt

Im Rechnungsjahr 2017 haben sich die Titzer Liberalen nach Bekunden ihres Vorsitzenden Stephan Borkowski „hauptsächlich im Rahmen der Wahlen engagiert“. Vize Hartmut Wasserberg nahm Stellung zu aktuellen Titzer Themen und seinen „Steckenpferden“. Die Erweiterung des Titzer Nahversorgungssystems sei „so gut wie abgeschlossen“. In Sachen Wasserenthärtungsanlage berichtete er von grünem Licht. „Sie wird kommen, davon könnt ihr ausgehen.“

Nicht zuletzt fordert Wasserberg seit Jahren „für überschaubare Projekte“ einen Titzer Doppelhaushalt, der allerdings keineswegs in trockenen Tüchern ist. „Jedes Jahr einen Haushalt aufzustellen, halte ich für Anachronismus“, betonte er. Obwohl Wasserberg „eigentlich mit 75 Jahren aufhören wollte“, steht er nun „als letzter Mohikaner auf der Reserveliste für den Gemeinderat“. Bei der Kommunalwahl 2020 „wollen wir wieder Listen besetzen“, soviel sei klar.

Ganz im Sinne der Ausrichtung seiner Partei sprach sich Wasserberg für die „Spitzenanlage“ auf der Merscher Höhe und damit für die Industrie 4.0 aus. Als interessant erwiesen sich die anschließenden Referate von Kloke und Willkomm aus Bundes- und Kreistag mit Diskussion. „Bürgerrechte haben im Bundestag wieder einen Anwalt und das ist die FDP“, setzte die Bundestagsabgeordnete nach, die nunmehr als ordentliches Mitglied im Rechtsausschuss der Bundesregierung mitarbeiten wird. Die geplatzte „Jamaika-Koalition“ hätte „nicht gepasst, weil Merkel mit der Großen Koalition weiterregieren wollte, mit grüner Garnitur Drumherum“.

Das 28-seitige Papier der geplanten Großen Koalition sei laut Kloke auf den ersten Blick „besser ausgefallen, als wir gedacht haben, aber nicht gut genug“. Es sei eben „Merkel-Politik, keine Trendwende zu erkennen“. Kloke und Willkomm favorisieren eine „starke Opposition“. „Wenn die Inhalte stimmen, sind wir ja auch bereit, Verantwortung zu übernehmen“, unterstrich Willkomm abschließend.

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