Titz - Titz will Masterplan zum Tagebauumfeld Hambach

Titz will Masterplan zum Tagebauumfeld Hambach

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
8755944.jpg
Regt eine breite Debatte über die Tagebaufolgelandschaft an: Jürgen Frantzen. Foto: Uerlings

Titz. Auf der Sophienhöhe wächst eine ganze Menge. Was allerdings nicht ökologischen Ursprungs ist, hat schlechte Karten. Sie sollte Schauplatz einer regelrechten „Bergwelt“ werden und Besucher in Scharen anlocken. Dieses Projekt ist wohl gescheitert, weil sich keine Investoren finden ließen.

Die Umsiedlung der Kartbahn „Erftlandring“ von Kerpen-Manheim an den Fuß des künstlichen Berges scheint ebenfalls vom Tisch, weil die Bezirksregierung den Standort für nicht geeignet hält. Der Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser und Landrat Wolfgang Spelthahn setzen nun auf „weitgehend immissionsfreie“ Freizeitangebote. Diese Idee „greift aus meiner Sicht zu kurz“, reagiert der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen in einem Brief.

Denn auch das ist eine Besonderheit der rekultivierten Anhöhe: Sie liegt mittendrin zwischen Jülich, Niederzier, Titz und Elsdorf. Alle reden mit, aber nicht immer unbedingt miteinander. Diese Kritik lässt sich auch im Schreiben Frantzens an seinen Kollegen Heuser erkennen: Der Titzer Verwaltungschef begrüßt „selbstverständlich Ihren Anstoß“, hätte sich aber einen Dialog der Bürgermeister im Vorfeld gewünscht.

Aus Titzer Sicht sei die Ideenentwicklung für die Sophienhöhe ein „sicherlich wichtiger“ Einzelbaustein, der aber eingebettet werden müsse in ein Gesamtszenario „für das gesamte Umfeld des Tagebaus Hambach“. Jürgen Frantzen sieht „deutlich weitergehende Aspekte“, die unter den betroffenen Kommunen abgestimmt werden müssten: zu künftigen Wohngebieten, Gewerbeflächen, zur Bildungs- und Verkehrsentwicklung. Das große Ganze also, das die Flächen des heutigen Tagebaus, der in Richtung Kerpen-Buir „wandert“, umfasst.

Der Titzer Bürgermeister regt daher eine breite Diskussion an, die eben auch alle Anrainer des Tagebaus Hambach auf der nördlichen Seite umfasst. Neben dem Kreis Düren, dem Rhein-Erft-Kreis sitzen nach Frantzens Auffassung hier die Städte Jülich und Elsdorf sowie die Gemeinden Niederzier und Titz in einem Boot. Frantzen hat seinen Brief entsprechend verteilt.

Die breite Debatte über die Hambacher Tagebaufolgelandschaft beschäftigt natürlich auch die Titzer Kommunalpolitik. Das „Tagebauumfeld Hambach“ steht auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Gemeinde- und Strukturentwicklung am Mittwoch um 19 Uhr – ebenso der Sachstand zur Kartbahn „Erftlandring“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert