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Titz sucht einen Partner für „eigene Sekundarschule”

Von: hfs.
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Titz/Linnich. In der Fußballersprache hieße es „Man bleibt am Ball.” Denn das gilt für die Stadt Linnich als auch die Gemeinde Titz bei der Weiterentwicklung ihres Schulwesens in der Sekundarstufe 1.

Nach einer weiteren gemeinsamen Sitzung der beiden Schulauschüsse in Titz steht fest, dass keine Kommune bis zum verlängerten Stichtag 30. Dezember 2011 die Einführung einer Sekundarschule anpacken wird, aber vielleicht ein Jahr später.

Das Votum der Eltern in Linnich war eindeutig. Wie berichtet, konnten sich nach einer Umfrage lediglich rund 39 Prozent der Erziehungsberechtigten „bestimmt „ oder „eher” eine Beschulung ihres Kindes an einer solchen Schule - mit einem wohnortnahen Angebot in den Klassen fünf bis zehn in der Stadt Linnich - vorstellen.

In der jüngsten gemeinsamen Sitzung der beiden Gremien berichtete der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen von einem ganz anderen Trend in seiner Gemeinde: Da fänden es 62 Prozent der Eltern gut, wenn ein entsprechendes Angebot in Titz vorgehalten würde.

„Dies ist aus unserer Sicht ein erfreuliches Votum. Es gibt uns einen klaren Handlungsauftrag. Es wäre fahrlässig, dies nicht zu tun”, sagte Frantzen. „Die Eltern der Titzer Grundschüler wünschen ein wohnortnahes Sekundarschulangebot.”

Frühestens 2013/2014

Doch machte Frantzen ebenso deutlich, dass es zur Realisierung eines entsprechenden Schulangebotes auch eines kommunalen Partners bedarf. So gab der Titzer Schulausschuss dem Bürgermeister den klaren Auftrag, schnellstmöglich zielführende Gespräche mit allen in Betracht kommenden Nachbarkommunen aufzunehmen. Ziel ist es, die Chancen auszuloten, dass bereits zum Schuljahr 2013/2014 ein dem Titzer Elternwunsch entsprechendes Angebot realisiert werden kann, spätestens jedoch zum Schuljahr 2014/15.

Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde die Verwaltung zudem einstimmig beauftragt, detaillierte Informationen über Investitionen und Betriebskosten für ein zweizügiges Sekundarschulangebot für die Jahrgänge fünf bis acht einzuholen.

Nachdem sich die Linnicher Ausschuss-Mitglieder Dr. Klaus Selter (FDP), Hans-Friedrich Oetjen (SPD) als auch Hans-Willi Dohmnen (CDU) dafür ausgesprochen hatten, den Dezember-Termin verstreichen zu lassen und im neuen Jahr die Öffentlichkeit in Linnich mehr für eine Erweiterung des Schulwesens in der Sekundarstufe I zu sensibilisieren, wurde so auch einstimmig entschieden.

Im Gespräch bleiben

Da hatten die Linnicher Gäste im Bürgersaal der Titzer Verwaltung schon das Votum der Titzer Kollegen vernommen, mit Blick auf die Schulreform aber „weiterhin im Gespräch zu bleiben”.
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