Tischtennis: TTC Indeland hält noch alle Trümpfe

Von: ahw
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Deutscher Tischtennis-Bund 201
Deutscher Tischtennis-Bund 2011/12 2. Bundesliga Herren Nord
TTC Indeland Juelich_TTC Schwalbe Bergneustadt,TDaniel Halcour,(Links),Ricardo Walther

Jülich. Eine Rechnung mit sehr vielen Unbekannten ist die kommende Spielzeit momentan für Arnold Beginn, den Manager des TTC Indeland Jülich.

Bei der Bundesversammlung des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) am 21. Januar in Frankfurt wird der Eilantrag diskutiert, die 2. Bundesliga ab der Saison 2013/14 eingleisig mit Vierermannschaften zu bestreiten. Derzeit wird in einer Nord- und einer Süd-Gruppe gespielt. Der Sportausschuss des DTTB hat sich bereits für die eingleisige zweite Liga ausgesprochen, die damit zur höchsten Klasse des DTTB würde.

„Ich bin nicht sicher, was ich mache”, erwartet Beginn eine längere Hängepartie, bis alle Details zur Gründung der eingleisigen Liga geklärt sind. Lizenztermin für die Deutsche Tischtennis-Liga (DTTL), für die Beginn den TTC melden möchte, ist der 31. Januar, die Unterlagen müssen bis Mitte März eingereicht werden. Dazu kommt noch zu allem Überfluss eine Hängepartie mit einem wichtigen Sponsor des TTC, der einen der geringsten Zweitliga-Etats hat.

Auch sportlich ist die Situation für die Indeländer einigermaßen unübersichtlich: Nach einem guten Start in die Saison kassierte der TTC zwei unerwartete Niederlagen und stand nach vier Partien mit gerade einmal vier Punkten wenig verheißungsvoll da. Drei Siege in Serie, die verheerende Niederlage in Borsum, die am gleichen Wochenende mit einem Sieg bei Hertha Berlin wettgemacht wurde, unterstreichen das uneinheitliche Bild in einer Klasse, in der jeder jeden schlagen kann. Das war auch ein Grund, den an Nr. 1 gemeldeten Chinesen Wai Lei doch nicht einzufliegen, obwohl der, so Beginn, „schon gekostet hat”.

Bei der Einzelkritik der TTC-Akteure hat Thomas Brosig, der den nach Metz abgewanderten Filip Szymanski ersetzen sollte, mit einer 11:7-Bilanz Beginns Erwartungen bislang enttäuscht. Zum Überraschungsspieler ist dagegen die Nr. 4 Christian Strack avanciert. Lauric Jean (Nr. 2) glänzte im Vorjahr noch mit einer 23:7-Bilanz, startete die Saison jedoch mit 1:7 und liegt nun bei einer 7:11-Zwischenbilanz. Mit Ricardo Walter (Nr.1, 13:5-Bilanz) bildet er das jüngste obere Paarkreuz der Liga. Walther, quasi der „Mario Götze des deutschen Tischtennis”, der vor einem Wechsel in die DTTL steht, leistete sich nur gegen Siek einen Aussetzer.

Der 17-jährige Michael Servaty an Nr. 6 ist ein psychologisches Phänomen. Bei seiner 7:8-Bilanz hat er das Gros seiner Niederlagen nach 2:0-Führung im fünften Satz kassiert. Als David Halcour die vergangene Saison mit einer 3:7-Bilanz abschloss, war er schon als Fehleinkauf verschrien. Doch inzwischen ist das Eigengewächs dank 15:1-Bilanz und bester Kritiken zum Mann der Hinrunde avanciert und wurde für die Rückrunde an Position vier eingruppiert, so dass Christian Strack künftig an Nr. 5 spielt.

ferdefuß in der Mannschaft ist die Doppelschwäche, denn von 29 sind nur elf gewonnen worden - für ein Spitzenteam eigentlich zu wenig. Dem starken mittleren Paarkreuz gelang es immerhin, diese Scharte auszuwetzen in einer Liga, die ausgeglichen ist wie nie. „Keiner kann sich sicher fühlen”, warnt Arnold Beginn davor, künftige Gegner zu unterschätzen. Gleichwohl will der TTC gegen Schlusslicht Jever experimentieren, wenn die Youngster Lukas Koy und Jonas Lentzen getestet werden.
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