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„Tiefflug” durchs Jülicher Land: Drei Monate Fußgänger und 1200 Euro

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Jülich. Nicht schlecht staunte ein 49-jähriger Kradfahrer aus Eschweiler, als sich das hartnäckig nachfolgende Motorrad in seinem Rückspiegel als ziviles Videofahrzeug der Polizei entpuppte.

Der Mann hatte mit einer halsbrecherischen Fahrt über die B55 eine Reihe von gravierenden Übertretungen begangen.

Das Provida-Krad wurde am Dienstag zur Überwachung von Geschwindigkeitsverstößen im Raum Jülich eingesetzt. Kurz vor 17.30 Uhr bemerkte der Fahrer des mit einer Videoanlage ausgerüsteten Fahrzeuges auf der B55 an der Kreisgrenze zum Rhein-Erft-Kreis einen schnell fahrenden Motorradfahrer in Fahrtrichtung Jülich.

Bei der anschließenden etwa zehn Kilometer langen Nachfahrt stellte der Ordnungshüter dann zahlreiche riskante Überholmanöver und ein ständiges Überschreiten der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten durch den 49-jährigen Fahrer fest. So lag seine Spitzengeschwindigkeit bei 186 km/h, wo nur 100 km/h erlaubt sind, und in einer 70er-Zone hielt die Videokamera ein Tempo von 149 km/h fest.

Gegen den Raser aus Eschweiler, der sich im Rahmen eines Verkehrserziehungsgespräches anhand des Videobandes von seiner nicht akzeptablen Fahrweise überzeugen konnte, musste daher ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Er hat nun eine Geldbuße von 1200 Euro und ein dreimonatiges Fahrverbot zu erwarten.
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