Tief Xaver: Nikolaus im Allradfahrzeug chauffiert

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Ein Schnappschuss von der stürmischen Nikolausnacht, den uns der Malteser Hilfsdienst Jülich übermittelt hat: Der „heilige Mann & Co.“ wurden von den Rettern eskortiert und im Allradauto kutschiert..

Jülicher Land. Orkantief Xaver hat das Jülicher Land erst spät aufgesucht, aber im Vergleich zum Norden des Landes keine dramatischen Schäden angerichtet. Während in einigen Kommunen des Kreises die Weihnachtsmärkte vorsorglich geschlossen worden waren, haben die Verantwortlichen in Jülich die Lage mehrfach geprüft, aber die Buden offen gelassen.

Unter den Bäumen auf dem Schlossplatz passierte nichts. Die Polizei hingegen hatte im gesamten Kreis dennoch viel zu tun und verzeichnete über 30 Sturm-Einsätze. Eine Vorsichtsmaßnahme kam sicher vielen Kindern zugute: Der Nikolaus bekam ordentlich Gegenwind und bat den Malteser Hilfsdienst in Jülich um Hilfe.

„Dem Nikolaus war offensichtlich die Fahrt mit seinem Rentierschlitten im Jülicher Land zu gefährlich“, teilte der MHD mit. Deshalb rief er die Malteser in Jülich an und bat um Unterstützung, damit die wartenden Kinder nicht enttäuscht würden.

Für Maximilian Jankowski, Einsatzleiter der Malteser, gab es kein langes Überlegen. Dem „heiligen Mann“ muss geholfen werden. Deshalb stellte er dem Nikolaus nicht nur ein Allrad-Fahrzeug zur Verfügung, sondern auch noch den Malteser-Fahrer. So trotzten Nikolaus, Hans Muff und Engel Nepomuck jedem Sturmtief und besuchten die Kinder in Welldorf, Koslar und Broich.

Die Polizei verzeichnete während der ersten Sturmstunden vor allem Einsätze rund um Düren, ab 19 Uhr verlagerte sich das Geschehen in den Raum Jülich. Überwiegend waren es Gefahrenstellen, die gemeldet und mit Hilfe der Feuerwehren im Kreis beseitigt wurden: in der Mehrzahl umgestürzte Bäume oder abgerissene Äste, aber auch Dachziegel, Verkehrszeichen, Plakatwände und Bauzäune mussten geräumt werden.

Eine junge Autofahrerin aus Linnich kam gegen 19 Uhr auf der Kreisstraße 6 zwischen Ederen und Merzenhausen vermutlich aufgrund einer Windböe mit ihrem Wagen von der Fahrbahn ab, wodurch ein geschätzter Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro verursacht wurde. In der Nacht zum Freitag beruhigte sich die Lage wieder, weil Xaver offenbar in Richtung Osten abgezogen war.

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