Jülich - Theaterschüler stehen in den Startlöchern

Theaterschüler stehen in den Startlöchern

Von: Nicola Gottfroh
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Einige Schüler der vier Literaturkurse am Gymnasium Zitadelle sind schon einmal in ihre Kostüme geschlüpft und geben einen Vorgeschmack auf ihre Aufführungen. Foto: Nicola Gottfroh

Jülich. „Der Literaturkurs in der Jahrgangsstufe 12 hat sich zu einem richtigen Renner entwickelt. Uns erwartet in diesem Jahr ein regelrechter Literatur-Marathon”, freut sich Pedro Obiera, Literaturkurs-Leiter am Gymnasium Zitadelle, über die Begeisterung für „sein” Fach.

An der Schule ist es so beliebt, dass Schulleiter Karl-Heinz Kreiner bereits von einem „pädagogischen Schwerpunkt” spricht. 130 Schüler der 12. Klasse wollten in diesem Jahr auf der großen Theaterbühne stehen und haben sich deshalb für die Teilnahme am Literaturkurs entschieden.

„Da fast die ganze Jahrgangsstufe Literatur gewählt hat, wurden in diesem Jahr vier Theatergruppen gebildet - doppelt so viele wie 2008”, sagt Obiera.

Vier Theaterproduktionen haben Obiera und seine Kolleginnen Sigrid Albers, Dr. Ruth Spiertz und Jessica Brennecke auf die Beine gestellt. Das hieß jede Menge arbeit - nicht nur für die Kursleiter. Vor allem die Schüler waren gefordert: Am Anfang stand die Wahl des Stoffes.

Gemeinsam mit den Schülern suchten die Kursleiter nach verschiedenen Auswahlkriterien und zahlreichen Leseproben ein Stück aus, das sie auf der Bühne präsentieren wollten. „Die endgültige Wahl des Stückes lag bei den Schülern - schließlich müssen sie vollkommen dahinter stehen und es vor einem großen Publikum präsentieren”, so Ruth Spiertz.

Danach begann dann die „richtige” Arbeit: Texte pauken, Kostüme und Kulissen herstellen und zahlreiche Proben standen auf dem Stundenplan. Zwei der vier Kurse sind bereits in die heiße Phase gestartet, denn die Premiere ihrer Stücke steht kurz bevor: Am Dienstag, 27. April, können Theaterfreunde um 19.30 Uhr das Stück „Mein Gott, Zeus” erleben.

Das Stück, das unter der Leitung von Sigrid Albers produziert wurde, ist eine Satire auf die griechische Mythologie. „Es geht um die Probleme, Sorgen und Nöte der Götter, um die Pubertät, eine eifersüchtige Ehefrau und natürlich die Liebe”, verrät Sigrid Albers.

Die literarische Vorlage von Jürgen Sprenzinger wurde während des Produktionsprozesses ein wenig modernisiert - so klingt zum Beispiel die Sprache ein wenig flapsiger als in der Vorlage. Auch aktuelle Themen haben Platz im Stück gefunden: „Wir haben zum Beispiel die Schweinegrippe mit in das Stück eingebunden - aber im Großen und Ganzen haben wir uns an die Textvorlage gehalten”, erklärt Albers und verspricht: „Die Zuschauer werden mit Sicherheit häufig lachen und einen kurzweiligen Abend erleben”.

Die Gattung der Satire hat auch der Kurs von Ruth Spiertz gewählt, die am Donnerstag, 29. April, um 19.30 Uhr mit dem Stück „Paininsula oder die Unmöglichkeit, sich retten zu lassen” auf der Stadthallenbühne stehen wird.

Was geschieht, wenn eine Gruppe Schiffsbrüchiger auf einer einsamen Insel landet, wird in dieser Produktion gezeigt. Die Gruppe, die unter anderem aus einem General und Manager, einem Lehrerehepaar, einem Schriftsteller und einer Lady besteht, teilt sich schon bald in zwei Lager auf: Die einen nehmen ihr Schicksal in die Hand, die andere Gruppe wartet passiv auf Rettung. Doch allmählich organisiert sich die Gruppe, um im Überlebenskampf bestehen zu können. „In dem Stück warten viele Slapstickelemente auf die Zuschauer - man darf es allerdings nicht so ernst nehmen”, so Spiertz.
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