Jülich - Theaterfestival: Bühne frei für Festspiele in der Jülicher Festung

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Theaterfestival: Bühne frei für Festspiele in der Jülicher Festung

Von: Volker Uerlings
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Zwei Bühnen und sieben Stunden Theater vor eindrucksvoller Kulisse: Das bieten die 1. Jülicher Fest(ungs)spiele und die Organisatoren (v.l.) Peter Schmitz, Christoph Fischer, Wolfgang Hommel. Foto: Uerlings

Jülich. Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, dann weht ein Hauch des „legendären“ Zitadellenfestes am 29. Juni durch die Jülicher Festung, das dem Sparzwang zum Opfer gefallen ist. Sieben Stunden lang feiert das erste Jülicher Theaterfestival Premiere, aber der Rahmen und das Programm sind quasi multikulturell.

Bei den 1. Jülicher Fest(ungs)spielen ist sicher für jeden etwas dabei, der niveauvolle Theater-Unterhaltung schätzt. Regionale Ensembles und Laienspielgruppen präsentieren kurze Stücke, Szenen und Sketche vor der in jeder Hinsicht imposanten Kulisse des ehemaligen herzoglichen Schlosses und der Renaissancefestung Zitadelle Jülich.

Mit von der Partie sind bei der Premiere durchaus bekannte Gruppen wie die Bühne ‘80 Jülich, das Junge Theater Stetternich, das Spürbar Theater Aachen, die „Theatersportler“ von „disziplinLOS“ aus Meerbusch. Den Zweck der Veranstaltung erklärt Christoph Fischer, selbst langjähriger Regisseur und Schauspieler der Bühne ‘80: „Die Fest(ungs)spiele wollen die Vielfalt der Theater in unserer Region bekannt machen. Die einmalige historische Kulisse der Renaissancefestung Zitadelle Jülich dient dabei als Hintergrund, und das ist wörtlich zu verstehen.“

Straßenbühnen ohne Vorhänge

Beim Festival gibt es die Bretter, die die Welt bedeuten, gleich zweifach. Laut Fischer darf man sich das als „eine Art Straßenbühnen“ vorstellen, die auf Vorhänge und Bühnenbilder verzichten und statt dessen mit Festung und ehemaligem Schloss als Hintergrund arbeiten – an zwei Orten des Geländes.

Fischer ist Vorstandsmitglied im Verein Stadtmarketing Jülich. Das gilt auch für Peter Schmitz, der im letzten Jahr den Anstoß zu den Festspielen gab. Schmitz: „Vor einer herrlichen Kulisse Theater zu spielen – das war die Idee!“ Im Stadtmarketing-Vorstand konnte er die Verantwortlichen schnell begeistern, wie sich Vorsitzender Wolfgang Hommel erinnert. Das galt vor allem für Christoph Fischer, dem Mann vom Fach.

Mit Vorstandsmitglied Sunita Gupta-Lessmann, den Verantwortlichen des Jülicher Kulturbüros, des Museums und des Gymnasiums fanden sich schnell engagierte Mitstreiter.

Nun steht das Programm. Besucher dürfen sich von 15 bis 22 Uhr am 29. Juni auf Theatervielfalt freuen. Gezeigt werden kurze Stücke, Szenen und Darbietungen von etwa 30 Minuten Länge. Die Umbauarbeiten sollen kurz gehalten werden. Zum Abschluss führt das Spürbar Theater Aachen sein aktuelles Stück „Push Up 1-3“ in voller Länge auf, das die Machtkämpfe moderner Karrieristen unterhaltsam aufs Korn nimmt. Zuvor sind unter anderem mit „Schneewitti“ eine freche Märchen-Parodie, Sketche von Loriot, Szenen aus „Mein Freund Harvey“ oder der Komödie „Der Streit“ (Pierre de Marivaux) zu sehen.

Beim Beitrag des Improvisationstheaters „disziplinLOS“ aus Meerbusch übernimmt das Publikum die Regie. Die Zuschauer bestimmen was, wann, wo und wie gespielt wird. Wer selbst einmal Theaterluft schnuppern will, ist bei Workshops von Stefanie Otten an diesem Tag richtig. Ein besonderes Programm für Kinder (Percussions-Workshops der Musikschule und Schminken), die passende kulinarische Versorgung und Kostümführungen durch die Festung für Geschichtsinteressierte runden das Angebot beim ersten Theaterfestival in Jülich ab.

Einige Sponsoren unterstützen die Veranstaltung, so dass die Eintrittspreis moderat bleiben (siehe Infobox). Der Vorverkauf hat begonnen. Wolfgang Hommel, Peter Schmitz und Christoph Fischer hoffen auf einige hundert Besucher, zumal es auch einen „Plan B“ bei Regen gibt. Dann müssen die Bühnen kurzerhand in der Schlosskapelle und im PZ aufgebaut werden.

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