Jülich - Theater in Jülich: Freundschaft auf Bühnenbrettern

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Theater in Jülich: Freundschaft auf Bühnenbrettern

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Jülich. Von bürgerlicher Kost bis zu leichter Unterhaltung reicht das Theater-Programm der Stadt Jülich in der Spielzeit 2010/2011. Sie steht unter dem Thema „Freundschaft”.

Denn Freundschaft im eminenten Sinne ist selten, schreibt der Veranstalter, das Kultubüro im Brückenkopf-Park.

Von dem antiken Philosophen Aristoteles ist der Ausspruch überliefert: „Meine lieben Freunde, es gibt keinen Freund!” Und der deutsche Meisterdenker Immanuel Kant bemerkt: Freundschaft in ihrer Reinheit und Vollständigkeit gedacht sei wohl doch nur ein Steckenpferd der Romanschreiber.

Goethe und Schiller

Die Freundschaft der Dichterfürsten Goethe und Schiller ist die vielleicht bekannteste Freundschaft. Beide verdanken ihr viel und beide haben ihre Freundschaft als ein Glück, als ein Geschenk. angesehen. Viel weniger bekannt ist die Freundschaft von Thomas Mann und Hermann Hesse („Der Steppenwolf”). Sie lernten sich erst nach Erscheinen der „Buddenbrooks” kennen und vertieften ihre Beziehung in den dunklen Jahren der deutschen Geschichte.

Freundschaft ist das Hauptthema in „Die Drei von der Tankstelle”. In diesem Klassiker des deutschen Films zeigt sich die Freundschaft vorwiegend von ihrer heiteren und komischen Seite. Auch in „Viel Lärm um Nichts” spielt die Freundschaft die tragende Rolle. Und sie hält, frei nach Shakespeare, stand in allen Dingen.

In „Buddenbrooks” schildert Thomas Mann in diesem ersten Gesellschaftsroman in deutscher Sprache den Verfall einer reichen Kaufmannsfamilie von 1835 bis 1877 in Lübeck. Für diesen Roman, 1901 erschienen, erhielt Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur.

Heiter geht es zu in „Die Drei von der Tankstelle” aus den 30er Jahren. Der Streifen u.a. mit Heinz Rühmann gilt als die Urmutter der Musicals. Er schildert, wie die drei Freunde Willy, Kurt und Hans völlig pleite die Tankstelle „Zum Kuckuck” eröffnen und sich alle in die reiche und attraktive Lilian Cossmann verlieben.

Die Spielzeit beginnt am Freitag, 1. Oktober, um 20 Uhr im Schulzentrum an der Linnicher Straße das Grenzlandtheater Aachen mit „Buddenbrooks”.

Am Freitag, 19. November, folgt um 20 Uhr in der PZ Zitadelle Jülich ein Balladenabend des Rheinischen Landestheaters Neuss mit dem Titel „Und bist du nicht willig, so brauch´ ich Gewalt”.

Am Freitag, 28. Januar, führt um 20 Uhr im Schulzentrum das Grenzlandtheater Aachen „Die Drei von der Tankstelle ” auf.

Frank und Schulz

Das Drehbuch schrieben Paul Frank und Franz Schulz 1930. Frank, ein österrreichischer Jude, musste später vor den Nazis fliehen. Auch Schulz, ebenfalls ein Jude und einer der gefragtesten Autoren des deutschen Kinos zur Zeit der Weimarer Republik, musste nach der Machtergreifung der Nazis 1933 emigrieren.

Am Donnerstag. 31. März, gastiert um 20 Uhr in der Stadthalle Jülich die Burghofbühne Dinslaken mit Eric-Emmanuel Schmitt „Hotel zu den zwei Welten”.

In dem Stück von 1999 dramatisiert der französische Autor Schmitt die großen Themen Leben, Freundschaft, Liebe und Tod.

Während die Körper in den Händen der irdischen Ärzte sind, in einem chirurgisch betreuten Koma, müssen sich die Gäste im den Fragen nach ihrem bisherigen Leben stellen. In der Gleichheit vor dem jederzeit möglichen endgültigen Tod sind alle irdischen Privilegien hinfällig. Kein Gast weiß, wie er in das Hotel gelangt ist. Niemand weiß, wann er es wieder verlassen und wohin er gehen wird. An diesem merkwürdigen Ort ist alles möglich, sogar Wunder.Die Krüppel erlangen den Gebrauch ihrer Glieder wieder, und die Lügner sagen die Wahrheit. Ein Aufzug ist der einzige Ausgang des Hotels, er führt entweder zurück auf die Erde ins Leben oder in den Himmel in den Tod.

William Shakespeares „Viel Lärm um nichts” führt das Rheinische Landestheater Neuss am Freitag, 1. Juli, um 20 Uhr auf der Open Air-Bühne im Brückenkopf-Park Jülich auf. Die Komödie, 1599 geschrieben, ist ein Spiel mit dem höfischen Sein und Schein. Scharfzüngige Dialoge und boshafte Kommentare zu Freundschaft, Liebe und Ehe zeichnen diese Komödien aus.

Als Sonderveranstaltung präsentiert der Brückenkopf-Park ein Figurentheater für Erwachsene. Das „Marotte Figurentheater” aus Karlsruhe zeigt am 3. November 2010 im Kulturbahnhof eine der ältesten Freundschaftsgeschichten der Welt. Die Ritter der Tafelrunde gehen auf die Suche nach dem heiligen Gral. Frei nach Monty Pythons Kultfilm „Die Ritter der Kokosnuss” zeigen die drei Puppenspieler ein Stück voll poetischer Schönheit. Kritiker meinten: „Was auch passierte - es war und blieb der pure Unsinn, reine Freude am Spiel, am Amüsieren, am Zusehen.”

Die Eintrittspreise im Abo bleiben konstant. Abonnement für fünf Veranstaltungen Platz I 100 Euro, Platz II 80 Euro und Platz III 60 Euro. Die Abos sind im Brückenkopf-Park im Kulturbüro erhältlich. Einzelkarten gibt es in der Buchhandlung Fischer und im Internet unter http://www.brueckenkopf-park.de. Infos: 02461/979520.
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