Tetzer Bürger diskutieren um Zentimeter

Von: Kr.
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Vor der Versammlung informierten sich die Bürger noch einmal über das geplante Bauvorhaben: Rede und Antwort stand dabei Stefan Burtscheidt (links) vom Planungsbüro. Foto: Krol

Tetz. Im Grunde genommen waren es nur 50 bis 70 Zentimeter, um die sich eine fast abendfüllende Diskussion in der Tetzer Rurauenhalle drehte. Bereits im November 2008 hatte eine Bürgerversammlung an gleicher Stelle beschlossen, einem Ausbau der Strasse „Am Hühnerholz” zuzustimmen.

Auch damals schon hatte es Diskussion um die Fahrbahnbreite gedreht und schließlich hatte man sich auf eine Fahrbahnbreite von 5,50 Metern und einem einseitigen Bürgersteig geeinigt.

Die Stadt hat mittlerweile die Planung vorangetrieben, am Büllerweg, der damals ebenfalls zur Diskussion stand, wird schon gebaut, da reichte die PKL einem Antrag zum Stopp der Ausschreibung und dem Ausbau des Hühnerholzes ein. Eine weitere Bürgerversammlung wurde einberufen, bei der die Wellen ziemlich hoch schlugen.

Für Pkw und Lkw

Dipl. Ing. Stefan Burtscheidt vom Ingenieurbüro Dr. Jochims und Burtscheidt stellte noch einmal die Planung vor und bot als Variante eine Fahrbahn ohne Bürgersteig an. Er betonte, bei einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern, die allgemein üblich ist, stünde sowohl Parkraum zur Verfügung und Pkw und Lkw könnten ohne Probleme an einander vorbei fahren. Außerdem sei es für die Anlieger so wesentlich einfacher, Grundstück zu verlassen und die Sicherheit von Fußgängern sei gewährleistet.

„4,80 Meter Breite plus abgesenkten Bürgersteig. Nicht mehr und nicht weniger”, hielt Michael Hintzen von der PKL-Fraktion dagegen und hatte mit dieser Forderung einige Anlieger des Hühnerholzes auf seiner Seite. So werde auch der Klosterbend und Büllerweg, der allerdings als Sackgasse endet und nicht als Verbindungsachse von der Landstraße in den Ort dienen kann, ausgebaut.

„Wir müssen das Verkehrsaufkommen in und aus dem Ort gleichmäßig verteilen. Deshalb der Ausbau des Hühnerholzes”, hielt Ortsvorsteher Hans Willi Dohmen dagegen. Knackpunkt bei dieser Geschichte ist sicherlich die Tatsache, dass die Anwohner, um die geforderte Straßenbreite von 5,50 eventuell reduziert auf 5,20 Meter, einen Streifen von ihren Grundstücken an die Stadt abtreten müssen.
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