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Teile Barmens haben Probleme mit dem Müll

Von: hfs.
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Barmen. „Die Hoffnung stirbt zulässt.” Seit dem 27. Dezember warten viele Barmener Bürger darauf, dass teilweise eingeschneite gelben Tonnen geleert werden. Der nächste Abfuhrtermin ist erst am kommenden Montag. Allerdings ist nicht der gesamte Bezirk 9 betroffen.

„Ich bin doch nicht verrückt und schleppe die Säcke jetzt abends wieder in die Garage, stelle sie morgens dann wieder an den Straßenrand. Dies habe ich zwei Mal gemacht, jetzt reicht es.”

Der Barmener Bürger steht mit dieser seiner Meinung nicht alleine da. So blieben die Säcke denn auch über Neujahr liegen und viele Tonnen stehen. Am 27. Dezember, sei der Müll-Laster nicht durchgekommen. „Ein Ersatzfahrzeug blieb anderen tags stecken und landete im Graben. So haben wir uns dann mit dem Unternehmer geeinigt, dass nicht nochmals versucht wird, die Tonnen zu leeren, ein weiteres Müllfahrzeug geschickt wird”, lautet die Auskunft der Stadtverwaltung Jülich. Die bekommt aber nur derjenige, der um Auskunft bittet.

Mit dem Hinweis, dass kostenlose gelbe Säcke an der Pforte der Verwaltung bereit liegen. Diese würden - gefüllt mit Verpackungsmüll - „am ersten Abfuhrtermin mitgenommen”, heißt es. „Man müsste doch jetzt Geld zurückbekommen”, meint eine Barmenerin. Eine Gebührenerstattung „gibt es nicht, wir haben mit der Abfuhr der gelben Tonne oder Säcke nichts zu tun”, sagt Karl-Josef Kohnen, Leiter der Stadtkasse.

Denn Jülich wird, wie alle anderen Kommunen, von einem regionalen Entsorger im Rahmen des Duales System Deutschland (Gelber Punkt) bedient. Das ist das Unternehmen Schönmackers Umweltdienste mit einem Standort in Aldenhoven. „Die extrem schwierigen Wetterverhältnisse der letzten Tage, so auch am 27. Dezember, ließen eine komplette Entleerung in Barmen nicht zu”, bedauert Sven Nießen als Betriebsleiter.

Waghalsige Touren

Auch der Versuch, eine zusätzliche Abfuhr zu initiieren, schlug fehl. „Leider werden von einigen Kommunen nur die Hauptstraßen abgestreut oder geräumt, in Nebenstraßen geschieht dies nicht”, sagt Nießen. Auch verhielten sich Hausbesitzer unvernünftig. „Da werden die Schneemassen vom Grundbesitz auf die Straße gekehrt und die Müllgefäße dann dahinter abgestellt. Unsere Bediensteten haben absolut keine Chance, die Tonnen über diese Schneeberge dann auf die Straße zu ziehen.” Kommt dann noch Eisregen hinzu, wird die Sammeltour zu einem waghalsigen Unterfangen, in engen Seitenstraßen sind die schweren Mülltransporter dann nicht mehr gefahrlos zu bewegen.

„In Barmen werden alle Tonnen deshalb erst wieder zum offiziellen ersten Abfuhrtermin (Montag, 10. Januar) geleert”, sagt Nießen. Er bietet den betroffenen Anwohnern an, gelbe oder andere transparente Säcke vollzupacken. „Die werden auf jeden Fall alle mitgenommen. Zudem erhält man bei der Stadtverwaltung in Jülich gelbe Säcke ohne Abholkarte”, betont der Betriebsleiter. Geld-Erstattung für die fehlgeschlagene Sammlung? „Beim Kauf des Produkts hat der Kunde den Abtransport bezahlt. Und die Abholung wird auf jeden Fall erfolgen.”

In der Gemeinde Aldenhoven selbst hat die Müllabfuhr nicht unter Schnee und Eis gelitten. Es habe „nie einen kompletten Ausfall” gegeben, berichtet Nadine Ruch von der Gemeindeverwaltung. Probleme gab es „nur in einigen Straßen”, berichtet die Verwaltungs-Angestellte.
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