Freialdenhoven - Tabellenplatz und Situation sind ungewohnt

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Tabellenplatz und Situation sind ungewohnt

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Gegen Alemannia Aachen II, hier mit Masato Yoshihara Mitte gegen Patrick Westphal (l.) und Pascal Schneider kassierte Borussia Freialdenhoven eine schmerzliche Niederlage. Foto: Kròl

Freialdenhoven. Einigermaßen verwundert reibt sich der Zuschauer in Freialdenhoven die Augen ob der derzeit sportlich gefährlichen Situation. Völlig ungewohnt befindet sich die Borussia unmittelbar vor einem Abstiegsplatz, nachdem am Wochenende Alemannia Aachen II mit einem 1:0 das Stadion an der Ederener Straße verließ.

„Ich bin seit 2006 im Verein tätig und habe sowas noch nicht erlebt“, gestand Geschäftsführer Achim Gehlen. Er bescheinigte der Mannschaft eine gute erste Halbzeit, das reichte jedoch nicht. Der Treffer von Aachens Tobias Standop (53.) habe die Mannschaft verunsichert. Die habe keine Erfahrung mit Abstiegskämpfen.

Späte Besinnung

Bezeichnend für die Sorglosigkeit der Aktiven war die Schlussphase der Begegnung. Erst in den letzten Minuten drehten die Borussen wieder auf und machten den Druck, der über die gesamte Spielzeit notwendig gewesen wäre, um den 3:0-Sieg aus dem Hinspiel in Aachen zu wiederholen.

„Wenn man seine Chancen nicht nutzt, darf man sich hinterher nicht beschweren“, kritisierte Trainer Wilfried Hannes nach dem Spiel. Er war mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft nach der blamablen Vorstellung gegen Merten einverstanden, gleichwohl haderte der Trainer mit der Chancenverwertung.

Alemannia Aachen hatte in Kengo Fukudome fraglos einen guten Keeper zwischen den Pfosten, aber Pascal Schneider und Kelly Ajuya andererseits hatten mehrfach sehr gute Chancen (14., 20., 22., 27., 37., 73.), Treffer zu erzielen. „So ein Spiel verlierst du, wenn du unten stehst“, sagte Hannes aus langer Erfahrung. Mehr Ballbesitz und mehr Präsenz auf dem Feld reichten eben nicht.

Lichtblick der Begegnung war erneut die Innenverteidigung um Gerard Sambou, der mit sehr viel Übersicht die Abwehr organisierte. Das Umschalten über das Mittelfeld dauerte jedoch häufig sehr lange, die Aachener Hintermannschaft hatte ausreichend Zeit, sich zu organisieren. Und in Marvin Brauweiler hatte die Alemannia auch einen Abwehrspieler, der mit Übersicht und kompromisslos verteidigte. Bei den Kopfballduellen blieb für Freialdenhoven zumeist nur der zweite Platz.

„Wir haben jetzt zwei Aufgaben vor uns, die wir lösen müssen“, stellte Gehlen unmissverständlich klar in Anspielung auf die nächsten Begegnungen gegen Nierfeld und Troisdorf. Die sind insofern von besonderer Bedeutung, da es gegen die beiden derzeit schon deutlich abgeschlagenen Tabellenletzten geht. Dannach kommen mit TSC Euskirchen (A), Gemania Windeck (H), Wegberg-Beeck (A) und schlussendlich dem Bonner SC (H) allesamt schwere Brocken und nahezu das oberste Tabellendrittel . (tm)

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