Jülich - Szük: ctw hat keine Kündigungen nötig

Szük: ctw hat keine Kündigungen nötig

Von: ptj
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„Warum ist es besser, mit der ctw zusammenzuarbeiten?” Die Frage beantwortete der Jurist Gábor Szük vor der Seniorenunion mehr als überzeugend. Foto: Jagodzinska

Jülich. Besonders viele Mitglieder der Seniorenunion folgten der Einladung der Caritas Trägergesellschaft West (ctw) in den Spiegelsaal des St. Elisabeth-Krankenhauses. „Ob in der Sauna oder nach der Abendmesse, man wird angesprochen: Was ist los mit dem Krankenhaus?”, brachte Unionsvorsitzender Joseph Krott die enorme Unsicherheit der Bevölkerung auf den Punkt,

Bei Kaffee und Kuchen erläuterte Geschäftsführer Gábor Szük nunmehr die gewinnbringende Arbeit der Trägergesellschaft, die Geschehnisse um die Krankenhausübernahme durch die ctw aus den Händen der Malteser, erklärte Hintergründe auf und wagte Zukunftsprognosen.

Zunächst betonte der aus Ungarn stammende „Dürener Jung” mit Abitur in Jülich die Tatsache, dass die vor acht Wochen verschickten Einladungen keinesfalls ein Affront seien. Er erwähnte den Passus im Vertrag der Malteser bei der Krankenhausübernahme vor 23 Jahren: „Bei Aufgabe fällt das Haus an den Kreis Düren zurück, es sei denn, er ist mit einer anderen Lösung einverstanden.”

Szük verwies auf den notariellen Vertrag mit den Maltesern. Demnach werde „das Krankenhaus nicht aufgegeben, es wechselt an einen neuen Träger. Mit dem Kreis haben wir eigentlich gar nichts zu tun, die Einstweilige Verfügung ist nicht an uns gegangen”. Trotzdem sei die „Grundstücksübertragung bis zum heutigen Tag noch nicht beantragt” - auf Bitten von Malteser-Geschäftsführer Karl Prinz zu Löwenstein, so Szük.

„Managementfehler der letzten Jahre” hätten dazu geführt, dass das Haus kontinuierlich Patienten verloren habe. Das will die ctw ändern, indem sie sich „in die Strukturen einmischt. Wir möchten, dass der Patient, der heute aus Jülich weggeht, morgen wieder hier bleibt. Als wir Linnich übernommen haben, mussten wir uns auch schnell von chirurgischen Chefärzten trennen. Jetzt macht das Krankenhaus ordentliche Gewinne von mehreren 100.000 Euro. Die Ergebnisse im Kreiskrankenhaus sind hingegen nicht die besten.
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