Suche nach Spenden für eine Freibad-Heizung

Von: ptj
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Der Förderverein will mit Spenden eine Heizung für das Freiband stemmen.
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Der komplette Vorstand des Fördervereins wurde einstimmig wiedergewählt. Angeführt wird er von Jochen Borell (r.) und seiner Stellvertreterin Anette Detert (3.v.r.). Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir haben Geduld in allen Bereichen gezeigt. Ohne herumzuheulen, was in den zehn Jahren nicht passiert ist. Jetzt brauchen wir eine Heizung fürs Freibad und können die Werbetrommel schlagen“.

So kommentierte Jochen Borell, alter und neuer Vorsitzender des Fördervereins Freibad Jülich (FFJ), auf der Jahreshauptversammlung in der Alten Post die aktuelle Situation. Solange der Bau eines Schwimmleistungszentrums auf dem Freibadgelände im Gespräch war, waren den Badförderen die Hände gebunden. Die Besucherzahlen gingen zurück.

Nach dem Scheitern des Projekts (wir berichteten) will der Förderverein nun seinen Zweck, „den Bürgern ein attraktives Bad zu bieten“, weiter verfolgen. Das ansprechende Freibad in schönster Lage an der Rur biete konstante Preise und Öffnungszeiten, es fehle nur die dritte Konstante, die Wassertemperatur. Hier musste Andreas Kayser, Bäderleiter der Stadtwerke Jülich, die Versammlung zunächst enttäuschen. Das anscheinend im vergangenen Jahr verfügbare Geld in Höhe von rund 100.000 Euro „war ganz schnell weg. Es ist leider ins Jugendgästehaus gesteckt worden“. Diskutiert werde aktuell auch das berechtigte Anliegen Hallenbadsanierung.

Was würde das beheizte Freibad kosten? Die Anschaffungskosten eines Brenners belaufen sich laut Kayser auf 100.000 Euro, zwei Geräte seien notwendig. Inklusive Gasleitungen und Montage schätzte Kayser die Investitionskosten für eine konstante Wasser-Wohlfühltemperatur auf eine Viertelmillion Euro.

Ungefähr gleich teuer sei die Alternative Erdwärme, zu der Beisitzer Günter Moersch ein Angebot eingeholte hatte.

Auf der Suche nach der von Kayser angeregten „Superidee“ sinnvoller und technisch machbarer Alternativen fanden die angeregt diskutierenden Mitglieder eine Lösung: Sie wollen kurzfristig die Öffentlichkeit um Spenden bitten, die zielgerichtet auf einem Treuhandkonto verwaltet werden sollen. „Wenn wir es doch nicht hinkriegen sollten, ginge das Geld an die Spender zurück“, versprach Borell. Im Gespräch waren auch Slogans wie „Ein Euro fürs Freibad“.

Anberaumt für die Spendenaktion ist der Jubiläumstag, 5. Mai, vor dem Kiosk im Freibad. Obwohl jetzt kein politischer Beschluss vorliegt wie vor zehn Jahren, aus Haushaltsgründen das Bad nicht zu öffnen, was zu einem riesigen Aufschrei und zur Umstimmung des Stadtrats führte, hofft der Förderverein auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

Eine konstante Wasser-Wohlfühltemperatur würde, was mehr als naheliegend ist, die Besucherzahlen deutlich erhöhen und das Bad der Rentabilität näher bringen - natürlich erst ab 2014. Ganz wichtig ist hierbei natürlich Kaysers Zusage: „Wenn ich weiß, es kommt Geld von der anderen Seite, werden wir das auch finanziell unterstützen“. Zunächst verworfen wurde die vom Grünen-Abgeordneten Jürgen Lauffs angesprochene zusätzliche Schwimmbadabdeckung.

Der FFJ erhebt aufgrund der Situation wieder Mitgliedsbeiträge, auf die in den letzten Jahren bewusst verzichtet worden war. Ein leichtes Minus von knapp 300 Euro resultiert daraus.

472 Mitglieder

Familien zahlen 20 Euro Beitrag im Jahr, erwachsene Einzelmitglieder 15, Schüler 5 Euro. Der Förderverein zählt 254 Mitglieder, dazu kommen 216 Familienmitgliederund zwei Fördermitglieder, macht 472. Die Zahl blieb bei einem Aus- und einem Eintritt konstant.

Einstimmig war die Wahl des kompletten Vorstands des FFJ: Vorsitzender Jochen Borell, seine Stellvertreterin ist Anette Detert, Schriftführerin Elfriede Krüger, Kassenwartin Rita Wolff-Romeike, Beisitzer sind Katja Behr, Claus Maas, Günter Moersch, Barbara Schacke und Tilman Weid und Kassenprüfer sind Gabi Frenken und Kurt Friedrich.

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