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Suche nach einer einzigen Heimat für die Jülicher Kultur

Von: hfs.
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Jülich. Die kulturellen Einrichtungen der Stadt Jülich sind gegenwärtig über mehrere Standorte (Altes Rathaus, Schirmerschule, Realschule, Kulturhaus, Zitadelle) verteilt.

Warum diese nicht aus Optimierungs- und Kostengrünen an einen Standort zusammenführen, fragten sich SPD und CDU und stellten entsprechend einen Antrag an die Verwaltung. Dieser bestand aus der Bitte, eine detaillierte Aufstellung zu erstellen über alle Einrichtungen, in denen „Kulturgut“ aufbewahrt wird. Dieses Konzept wurde nun dem Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing vorgelegt.

„Ein Teil des Kulturhauses am Hexenturm, das wir mit sehr viel Geld gebaut haben, wird alles andere als optimal genutzt“, leitete Ausschuss Vorsitzender Peter Capellmann ein Diskussion darüber ein, wo zentral alle Jülicher Kultureinrichtungen untergebracht werden können. Im ehemaligen Realschulgebäude? In der alten Schirmerschule? Oder aber in beiden Gebäuden zusammen? Diese Frage konnte der Ausschuss nicht einvernehmlich beantworten. Denn dafür fehlten die notwendigen Zahlen, die es in dem von der Verwaltung vorgelegten Konzept auch nicht geben konnte, wie Beigeordneter Martin Schulz deutlich machte.

Einig schien man sich allerdings zu sein, dass nur ein einziger Standort künftig für die kulturellen Einrichtungen der Stadt – Museum, VHS und Stadtarchiv – herhalten soll. „Wir sollten eine Konzentration der kulturellen Vielfältigkeiten an einem Ort anstreben, ohne Kompromisse“, meinte Dr. Lutz Baumgarten von den Grünen, stieß dabei auf Zustimmung bei der CDU.

„Die alte Realschule wäre als kulturelles Zentrum wie geschaffen“, meinte Elmar Fuchs (CDU). Er teilte auch die Meinung, dass man auf keinen Fall eine Raumrochade vornehmen sollte. Was die Schirmerschule an belangt, sei dort, so erinnerte Schulz an einen vorliegendes Gutachten, „der Brandschutz alles andere als gut.“ Eine Lösung wäre sicherlich mit immensen Kosten verbunden.

Frage bleibt offen

Dass viele Aspekte beim Standort Schirmerschule als auch bei der Realschule berücksichtigt werden müssen, war allen Ausschussmitglieder klar. In die Diskussion eingebracht wurde auch die Stadthalle, notgedrungen. Denn die wird von der Schirmerschule beheizt. Überlegungen, eine separate Kesselanlage für die Stadthalle errichten zu lassen, würde laut Schulz sehr viel Geld kosten.

Eine Lösung sieht er in einem Konzept, dass die Stadtwerke vorgeschlagen haben. Dieses erscheine sinnvoll und wäre mit wenig Geld machbar. Konkret wurde der Beigeordnete nicht, versprach aber, die Idee in die vom Ausschuss geforderten Kostenaufstellung einfließen zu lassen. Damit beschäftigt sich der Ausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen. Die Frage wird wieder gestellt, wo die kulturelle Jülicher Vielfalt mit allen Einrichtungen künftig beheimatet ist.

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