Jülich - Studie des FZJ: Zwei alternative Antriebe im Kostenvergleich

Studie des FZJ: Zwei alternative Antriebe im Kostenvergleich

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Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich präsentieren erste Ergebnisse einer durch die H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG beauftragten Studie, die Konzeption und Kosten der Infrastrukturen für Wasserstoffautos und batteriebetriebene Pkw vergleicht. Foto: EVS30/f-cell / Angelika Emmerling

Jülich. Nicht zuletzt seit der Diskussion um gesundheitsschädliche Stickoxide sind alternative Antriebe gefragt. Als umweltfreundliche Alternative bieten sich in erster Linie batterie- und brennstoffzellenangetriebene Fahrzeuge an.

Beide Technologien sind marktreif, erfordern jedoch jeweils den Aufbau einer Tank- und Ladeinfrastruktur. Doch wie hoch sind die Kosten für diese beiden Infrastrukturen? Und ab welchen Absatzzahlen ist mit Kostensenkungen zu rechnen?

Auf der internationalen Fachmesse f-cell haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich erste Ergebnisse einer durch die H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG beauftragten Studie vorgestellt, die Konzeption und Kosten der Infrastrukturen für Wasserstoffautos und batteriebetriebene Pkws vergleicht. Auf der zeitgleich stattfindenden Messe EVS30 stellen die Forscher zudem weitere Lösungen vor.

Bei geringen Fahrzeugzahlen ist die Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Fahrzeuge demnach günstiger als eine Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge. Doch mit zunehmender Größe der jeweiligen Fahrzeugflotte ändert sich das Bild. Ab einer Marktdurchdringung größer 25 Prozent – sobald also mindestens jedes vierte Fahrzeug in Deutschland entweder mit Brennstoffzellen oder im Vergleich mit einer Batterie betrieben wird – entfallen niedrigere Kosten auf die Wasserstoff-Infrastruktur.

Unter dem Motto „Energieforschung für die Elektromobilität“ stellen Jülicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Messestand 1J31 in Halle 1 ihre Forschungsergebnisse für die Nutzung von Elektrofahrzeugen vor.

Universeller Energieträger

Wasserstoff bietet hervorragende Möglichkeiten Energie im großen Maßstab zu speichern. Der universell einsetzbare Energieträger kann gelagert und über große Entfernungen transportiert werden. Er lässt sich zu flüssigen Kraftstoffen weiterverarbeiten oder mithilfe von Brennstoffzellen direkt als Treibstoff nutzen. Gewonnen werden kann Wasserstoff durch die elektrochemische Spaltung von Wasser.

Die PEM-Elektrolyse soll es künftig ermöglichen, Wasserstoff aus „grünem“ Strom in großen Mengen herzustellen. Noch ist dies aufgrund der hohen Anlagenkosten zu teuer. Die Jülicher Wissenschaftler entwickeln daher kostengünstige, alternative Materialien. Auf der EVS30 zeigen sie einen Stack aus 27 Elektrolysezellen sowie eine Zelle mit 1200 cm2 aktiver Fläche.

Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff oder wasserstoffreiche Brennstoffe umweltfreundlich und effizient in Elektrizität um. Hochtemperatur-Polymerelektrolyt-Brennstoffzellen (HT-PEFC) arbeiten mit Brenngasen, generiert aus Diesel oder synthetisch hergestellten Kraftstoffen.

Jülicher Experten arbeiten seit über zehn Jahren an ihrer Entwicklung und Verbesserung. Auf der EVS30 zeigen sie Reaktoren zur Brenngaserzeugung und einen sogenannten HT-PEFC-Stack mit metallischen Bipolarplatten.

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