Straßenwärter flicken Fahrbahnschäden

Von: hfs.
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Von der Außenstelle an der Aachener Landstraße aus sind 29 Mitarbeiter für die Betriebssicherheit auf rund 330 Kilometern Straße im Kreis Düren zuständig. Fotos : hfs. Foto: hfs.

Jülich. Sie sind ständig unterwegs, besser gesagt auf Achse. Die drei Streckenwärter der Straßenmeisterei Jülich, die dem Landesbetrieb Straßenbau NRW unterstellt ist. Die Drei fahren fahren fast täglich 330 Straßenkilometer ab, nehmen den Zustand der Bundes-und Landesstraßen genau in Augenschein.

Eines steht fest: Der noch fortdauernde Winter wird immense „Flickarbeiten” nach sich ziehen. Und die haben schon begonnen, zehn Mitarbeiter sind schon dabei, mit Kaltmischgut die schon sichtbaren Schäden notdürftig zu beheben. „Wir müssen jetzt schon damit anfangen, Schlaglöcher auszubessern.

Denn uns sitzt die Zeit im Nacken”, sagt Norbert Krüttgen, stellvertretender Leiter der Straßenmeisterei Jülich. Denn nicht Flickarbeiten mit dem Splitt/Bitumen-Gemisch sind die vordringlichste Aufgabe der Mitarbeiter der Jülicher Niederlassung an der Aachener Landstraße, „sondern das Beschneiden des Grüns an den Straßenböschungen.”

Dafür hat der Gesetzgeber enge Grenzen gesetzt. Die Astschere oder Axt darf nur von Oktober bis Ende Februar zum Einsatz kommen. „Dann müssen wir das so genannte Lichtraumprofil an den Straßen hergestellt haben. Ansonsten gibt es Beschwerden.”

Norbert Krüttgen kann jetzt die Mitarbeiter noch nicht zum Grünschnitt einsetzen. „Dafür muss der Schnee in den Böschungen komplett weg sein. Es muss Trittsicherheit herrschen, ansonsten sind diese Arbeiten zu gefährlich.”

So greift man denn nun zur Schaufel, die festgestellten Schlaglöcher werden mit Kaltasphalt gefüllt. Keine Dauerlösung, aber dieses Kaltmischgut sorgt dafür, dass die Verkehrssicherheit wieder hergestellt wird. „Der richtige Asphalt, die Warmmischung, kann und wird in so kleinen Mengen von uns nicht eingebracht.

Ab einer bestimmten Schadfläche werden dafür Fremdfirmen beauftragt.” Laut Krüttgen wird die Ausschreibung für diese Arbeiten aber noch etwas dauern. Dafür müssen die Straßen schon in der Gesamtheit einsehbar sein.

Das Einsatzgebiet der Jülicher Straßenmeisterei reicht von Linnich bis Jackerath, geht dann in Richtung Aldenhoven, Niederzier, Langerwehe und Nörvenich, endet dann irgendwo an der B 56 bei Froitzheim. Viel Arbeit für die Bediensteten, die ja auch noch für das Abstreuen, den Winterdienst, verantwortlich sind. „Ja, wir haben noch Salz”, lacht Krüttgen.

Und er fügt hinzu, dass es in der Woche vor Neujahr „etwas eng wurde.” Dabei hat die Jülicher Niederlassung schon im Sommer die Bestellung aufgegeben, hat auch das Salzlager mit rund 900 Tonnen gut gefüllt. Dass die Nachbefüllung etwas schleppend verläuft, dies gesteht der stellvertretende Leiter ein. „Aber wenn 200 bis 400 Tonnen Salz weg sind, kommt der Nachschub.” Eines wissen die Jülicher mit Bestimmtheit. „Der jetzige Winter ist noch nicht vorbei. Und er wird teuer.”

Ein Blick in die Statistik verrät Krüttgen, dass man im letzten strengen Winter 2009/2010 gut 3000 Tonnen Salz aufgebracht hat. Damit wird man in diesem Winter nicht hinkommen.

Auch nicht mit den rund 150.000 Euro, die bisher für die Flickarbeiten der Schlaglöcher zur Verfügung standen.

Von den rund 330 Straßenkilometer sind 30 Prozent im Besitz des Bundes, der Rest sind Landesstraßen. Entsprechend werden die für die Flick- und Reparaturarbeiten anfallenden Kosten auch aus zwei verschiedenen Töpfen bezahlt.

Dies macht denn auch deutlich, dass Bundesstraßen oft den optisch besseren Eindruck hinterlassen. Denn der Bund hat, und dies weiß Norbert Krüttgen aus Erfahrung, mehr Geld in der Kasse als das Land. „Aber dies ändert nichts daran, dass auf beiden Straßen die Verkehrssicherheit gewährleistet sein muss.” So wird die jetzt begonnene Beseitigung von Frostschäden durch die Mitarbeiter der Jülicher Straßenmeisterei noch weiter andauern.

„Aber wir werden auch immer das Ende des Monats Februar vor Augen haben. Denn schon im Vorjahr sind wir in Zeitnot geraten. Aber dies zeichnet sich jetzt auch schon ab”, sagt Krüttgen.
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