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Straßenbeleuchtung: „Wir machen sie wieder an“

Von: gep
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Aldenhoven. Der Aldenhovener Gemeinderat setzt die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in einigen Ortschaften „zunächst“ aus und wird auf einer Sitzung Ende März darüber erneut beraten. Bürgermeister Lothar Tertel: „Wir machen sie wieder an.“

„Die „Probephase“ war vor Weihnachten gestartet worden, stieß aber bald auf Widerwillen in der Bevölkerrung. Mit der Abschaltung von 1 bis 4.30 Uhr sollten, das ist fester Bestandteil des Haushaltssanierungsplans, pro Jahr 15000 Euro eingespart werden.

Doch in der vergangenen Woche machten die CDU und die SPD Front gegen die Sparmaßnahme. Die Dürboslarer CDU-Frauen ermittelten bei einer Haushaltsbefragung in ihrem „stockfinsteren“ Dorf eine überdeutliche Mehrheit gegen die Nachtabschaltung.

Von 260 Grundstückseigentümern sprachen sich 220 dagegen aus, so Ortsbürgermeister Wolfgang Klems (CDU). Um die Kostenlücke zu schließen, seien sie auch bereit, 2,50 Euro über die Grundsteuer B zu zahlen. „Der Bürger ist damit einverstanden“, beantwortete der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen die Frage der Kompensation, die Bürgermeister Tertel und Kämmerer Michael Ossenkopp – die Kommunalaufsicht im Nacken – stellten.

Die Nachtabschaltung „wird nicht angenommen“, stellte auch SPD-Fraktionschef Udo Wassenhoven fest. Der Antrag seiner Fraktion, die Straßen- und Sporthallenbeleuchtung schleunigst auf kostensparende LED-Technik mit Zuschüssen des Bundes umzurüsten, ist nach Einschätzung der Baudezernentin Anita Klotz indes nur schwer realisierbar.

Bei rund 1000 von 1800 „Leuchtpunkten“, die zurzeit praktisch umrüstbar seien, ergäben sich einem Stückpreis von 300 Euro Kosten von 300.000 Euro. Daraus errechne sich bei einem Bundeszuschuss von 20 Prozent ein gemeindlicher Finanzierungsaufwand von 240.000 Euro.

Dies hieße, dass sich die Umrüstung erst nach mehr als zwei Jahrzehnten amortisiert habe. Zugleich sei die dabei geforderte Einsparung von Kohlendioxid nicht zu schaffen.

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