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Stierkampfreiter vermittelt Einblick in die klassische Reitkunst

Von: ma.ho.
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Manuel Jorge de Oliveira (r.), einer der berühmtesten Stierkampfreiter, besuchte Maria Massmann in der Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Hippophilos, um zahlreichen interessierten Zuhörern dort seine Philosophie der Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter zu vermitteln. Foto: Horrig

Jülich. Auf Einladung von Marie Massmann reiste der Portugiese Manuel Jorge de Oliveira (55), einer der berühmtesten Stierkampfreiter überhaupt, nach Jülich, um auf der Reitanlage des Jülicher Reit- und Fahrvereins Hippophilos einige Trainingsstunden für Interessierte und Freunde der Klassischen Reitkunst abzuhalten.

Von Kindesbeinen an machte Oliveira Reitbahnen sowie die Stierkampfarena zu seiner Heimat und blickte dabei mehr als einmal dem Tod ins Auge. Trotz seiner unzähligen Erfolge und Auszeichnungen blieb der Portugiese auf der Suche – auf der Suche nach sich selbst.

Im Jahre 1985 begann er als Schüler von Nuno Oliveira, Portugals berühmtesten Reitmeister und einem Genie im Sattel, sich intensiv für die französische Reitkunst zu interessieren. Schnell übte diese Reitweise eine tiefe Faszination auf ihn aus.

Während der Zeit bei Nuno Oliveira, es waren fast vier lehrreiche Jahre, fand er in sich die Menschlichkeit und den Zugang zur eigenen Seele. „Ich habe in dieser Zeit den Sinn des Lebens entdeckt“, so Manuel Jorge de Oliveira. Über den Stierkampf habe er zum inneren Frieden gefunden.

Gespannt lauschten die Besucher der Jülicher Reitanlage den Ausführungen des charismatischen Reitmeisters, der die Jülicher Reittrainerin Marie Massmann in Klassischer Reitkunst unterrichtet und auch inspiriert. Um ein entspanntes Zusammensein mit dem Pferd erleben zu können, gilt es, sich mit dem sehr gegenwartsorientierten Pferd auf das Hier und Jetzt einzulassen. Die erfordere aber eine klare körperliche und mentale Präsenz.

Oliveira vermittelte in seinen Ausführungen, dass gerade dieser Moment der Gegenwart ein Moment des Lebens ist. Dieser Moment – das gemeinsame Erleben von Pferd und Reiter in der Gegenwart – sei der Weg zum eigenen Ich. In der modernen hektischen Zeit neigten Menschen dazu, in der Vergangenheit zu hängen oder in die Zukunft zu schweifen.

Das Pferd, für das es nur ein Hier und Jetzt gibt, dient dem Menschen als Medium, bewusster zu leben, sich selbst zu erfahren und den Weg zum inneren Frieden zu finden. Es herrscht eine nahezu perfekte Balance zwischen Pferd und Reiter auf einer spirituellen Ebene.

Basierend auf dieser Erkenntnis übt Oliveira die Klassische Reitkunst mit viel körperlichem Gefühl, Einfühlungsvermögen, Geduld und Respekt vor der Kreatur aus. Diese Einstellung zur Arbeit mit dem Pferd vermittelt und trainiert er mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern.

Im Sommer wird Manuel Jorge de Oliveira weitere Trainingsstunden auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins Hippophilos geben. Wer sich für die Klassische Reitkunst interessiert, findet weitere Informationen unter www.hippophilos.de

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