Whatsapp Freisteller

Steuern steigen 2015: Gemeinde Titz bessert Erträge auf

Letzte Aktualisierung:

Titz. Nachdem die Gemeinde bei den Haushaltseinsparungen das Ende der Fahnenstange erreicht worden ist, rückt jetzt die Verbesserung der Ertragssituation in den Vordergrund, um nicht in die Haushaltssicherung zu rutschen.

Das hat Bürgermeister Jürgen Frantzen bei der Einbringung des Haushalts 2014 erklärt. Im Klartext: Ab 2015 sollen jährlich die Grundsteuer A um fünf Hebesatzpunkte, die Gewerbesteuer um zehn und die Grundsteuer B um 20 Punkte erhöht werden. Dies sei „vertretbar“, so Frantzen. Denn damit würden erst 2017 in Titz die heutigen Mittelwerte in der Region erreicht. Und zugleich das Ziel einer Halbierung des Haushaltsdefizits erreicht. Der Bürgermeister: „Wir werden weiter hart arbeiten müssen, um uns den Rest an finanzieller Eigenständigkeit bewahren zu können.“

Für das laufende Jahr beträgt das Plandefizit 1,21 Millionen Euro bei erwarteten Einnahmen von knapp 14,91 Millionen und Ausgaben von gut 16 Millionen Euro.

Darüber werden zunächst der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 9. Januar, ab 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses und der Rat am Dienstag, 14. Januar, ebenfalls ab 19 Uhr im Bürgersaal beraten.

Für das laufende Jahr konnten, so Frantzen, Steuererhöhungen „gerade noch verhindert werden“. Aber bei den Aufwendungen scheine die „Grenze des realistisch Machbaren“ erreicht, daher seien Ertragsverbesserungen notwendig, dies bedeute daher Steuererhöhungen ab 2015.

In den Vorjahren seien, so der Bürgermeister, die Ausgaben reduziert worden, allerdings seien jetzt die wesentlichen Einsparpotenziale erschöpft. So arbeite die Gemeindeverwaltung mit einer derart schlanken Personalausstattung, dass die Leistungs- und Kapazitätsgrenzen erreicht, teilweise schon überschritten seien.

Die Gemeinde habe, das habe die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) NRW im vergangenen Jahr festgestellt, „eine deutlich unter dem Mittelwert liegende Personalausstattung“: 3,53 Stellen pro 1000 Einwohner. Diese Quote liege nahe am Minimalwert für Kommunen mit bis zu 25.000 Einwohnern.

Erhebliche Belastungsfaktoren für die kommunale Finanzplanung sind, so der Bürgermeister, die rückläufigen und mittlerweile „extrem niedrigen“ Schlüsselzuweisungen des Landes an Landgemeinden und die Erhöhung der beiden Umlagen des Kreises Düren, die schlimmstenfalls 72 Prozent der Titzer Einnahmen aus Steuern und Schlüsselzuweisungen ausmachen könnten – in absoluten Zahlen: deutlich mehr als 5,2 Millionen Euro.

Um eigene Sparbemühungen, so Frantzen, „wird der Kreis nicht herumkommen“. Sonst drohe ein „Flächenbrand“, eine hundertprozentige Haushaltssicherung in allen Städten und Gemeinden.

Auch 2014 müsse die Gemeinde Eigenkapital verzehren, bis 2017 sei rund ein Viertel des ursprünglichen Eigenkapitals verbraucht. Das erfordere um so größere Anstrengungen, „perspektivisch auch einmal in die Nähe eines strukturell ausgeglichenen Haushalts zu kommen, eine schwarze Null zu schreiben“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert