Sternchen lassen sich Nacht nicht vermiesen

Von: ptj
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Das Publikum feierte bei Herbs
Das Publikum feierte bei Herbstwetter die „Sommernacht der Sternchen”. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Sommernacht der Sternchen” hatte die veranstaltende KG Rursternchen ihre „Kölsche Nacht” in diesem Jahr „mal anders” genannt. Mit der Gabe der Vorausschauung wäre allerdings „Herbst- oder Winternacht” wesentlich passender gewesen: Grauer Himmel mit drohender Regenbildung und niedrigen Temperaturen.

Aber die - unter diesen Rahmenbedingungen - vielen Zuschauer im Innenhof der Zitadelle hatten sich ihre Vorfreude nicht nehmen lassen. Von Anfang an feierten sie - auch zwischen den Bandauftritten - sangen, tanzten und tranken ihr Kölsch vom Fass - auf einem der Tische sorgte sogar ein eigenes Fässchen für Feierlaune.

Ein „Auftakt nach Maß”

Einen „Auftakt nach Maß”, wie der moderierende Sternchenpräsident Peter Lontzen es ausdrückte, brachten „De Nüggele” auf die überdachte Bühne. Die sechsköpfige Band hat sich „jecken Tön in Rheinkultur” verschrieben. Sänger und Stimmungsmacher Sascha Hardt verließ auch mal die Bühne und mischt sich unters Volk: „Ihr seid echt der Wahnsinn, die paar Leutchen, die hier sind”, begeisterte er sich immer wieder. Zum Repertoire zählten Hits wie „Rosi, ich holl dich mit dem Trecker aff” oder „Man müsste noch mal 20 sein”. Als Zugabe brachten sie ihren Stimmungsmacher, mit dem sie üblicherweise starten: „Bei uns im Saal he iss dr Düvel loss”.

Bei einer Rursternchen-Veranstaltung nicht fehlen darf der Jülicher Musikexpress, der sich vor 44 Jahren - damals als „Fanfarenkorps” unter anderer Besetzung - aus den Reihen der KG gebildet hatte. Die aus dem Karneval bekannte Stimmungsband war diesmal allerdings für „Rock und Pop verantwortlich” und startete ihr Repertoire nach Robbie Williams-Manier mit „Let me entertain you”. Vom folgenden Stück „Save the last dance” fühlte sich das erste Paar aufgefordert, gleich vor der Bühne ein flottes Tänzchen aufs eher feuchte „Parkett” zu legen. Wie gewohnt kam die Kölner Band Zollhuus Colonia „met alle Mann vorbei” und gab Vollgas auf der Bühne. Hits wie „Ruut und Wiess” oder „En de Pizzeria”, wurden gekrönt von einem zünftigen RocknRoll-Medley.

Dem Werdener Partysänger Olli Olé alias Oliver Ringleb fiel es im Anschluss überhaupt nicht schwer, bei seinem ersten Besuch in Jülich mächtig Stimmung zu machen. Neben Songs wie „Heut ist so ein schöner Tag” und „Komm hol das Lasso raus” begeisterte er mit seinen Eigenkompositionen „Mach ma lecker einen fertig” und „Voll wie ne Eule”.

„Hätzblatt” krönt den Abschluss

Den fulminanten Abschluss bildete die Karnevalsformation „Hätzblatt”, mehrfacher Sieger im Finale der Närrischen Hitparade im WDR und bereits häufig Gast der Rursternchen. Die fünf Männer huldigten dem Fastelovend mit „Hallelujah” oder sangen ihren Ohrwurm-Walzer „Schmetterling”. Vor allem aber war ihnen nach dem Text ihres neuesten Hits sowohl Uhrzeit als auch Geld und eben alles - bestimmt auch das Wetter - „scheißegal”.
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