Lich-Steinstraß - „Steinschlag” im Kirchenschiff

„Steinschlag” im Kirchenschiff

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Wegen baulicher Mängel vorers
Wegen baulicher Mängel vorerst geschlossen: St. Andreas und Matthias in Lich-Steinstraß. Foto: jago

Lich-Steinstraß. Die Kirche St. Andreas und Matthias in Lich-Steinstraß kann bis auf weiteres nicht mehr genutzt werden. Am Donnerstag wurde erneut ein Steinstück entdeckt, das sich aus der Deckenkonstruktion gelöst hatte und in den Mittelgang der Kirche gefallen war.

Die Messen finden daher bis auf weiteres im anliegenden Andreas-Haus statt, teilte der Kirchenvorstand am Freitag mit.

Mängel zu Jahresbeginn

Schon Anfang des Jahres hatte der Kirchenvorstand die Kirche wegen baulicher Mängel schließen müssen. Nachdem das daraufhin erstellte Gutachten zunächst einmal eine Wiedereröffnung der Kirche zu Pfingsten zuließ, wurden noch weitere Untersuchungen durchgeführt. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Vorfälle wie am Donnerstag kurzfristig wiederholen und hierdurch Kirchenbesucher verletzt werden könnten, kann die Kirche ab sofort nicht mehr benutzt werden. Die Entscheidung hierzu fiel - gerade vor dem Hintergrund der vielen Arbeit, die zum Beispiel seitens der Krippenbauer in den letzten Wochen geleistet wurde, sowie mit Blick auf die Feiertage - nicht leicht, aber die Sicherheit der Kirchenbesucher muss an erster Stelle stehen, betont der Kirchenvorstand Der Alleinstehenden-Treff am heutigen Heiligen Abend wird nicht im Andreas-Haus, sondern in der Christina-Stube stattfinden. Bei Bedarf steht ein Fahrdienst am Andreas-Haus zur Verfügung.

Die Kirche wurde im Zuge der tagebaulichen Umsiedlung von Lich-Steinstraß zwischen 1981 und 1991 am Matthiasplatz im neuen Jülicher Stadtteil Lich-Steinstraß errichtet. Sie wurde 1986/88 nach Plänen des Mönchengladbacher Architekten Prof. Heinz Döhmen aus Beton und Backstein errichtet.

Aus der Kirche am alten Standort in der Gemeinde Niederzierz stammen noch einige Ornamentfenster mit einigen kleinen Figuren im Durchgang von Paul Franz Bonnekamp aus der Zeit um 1955. Zeitgleich entstand auch ein Fenster von Johannes Beeck im Seitenschiff mit der Darstellung der beiden Kirchenpatrone Andreas und Matthias.

Die benachbarte Matthias-Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist Eigentum der Matthias-Bruderschaft.

Sie wurde am alten Standort abgetragen und am neuen unter Leitung der Jülicher Architekten K. und M. Tönesmann wieder aufgebaut In ihr steht ein ein Altar mit einer Matthias-Figur aus dem 18. Jahrhundert.
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