Linnich - Standorte für bis zu 180 Meter hohen Stromproduzenten

Standorte für bis zu 180 Meter hohen Stromproduzenten

Von: ojo
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Nordöstlich von Körrenzig pr
Nordöstlich von Körrenzig prägen schon jetzt Windkraftanlagen das Landschaftsbild. Sechs weitere werden in Körrenzig hinzu kommen, zudem 16 im Bereich Kofferen-Hottorf sowie bei Boslar. Foto: Jonel

Linnich. In den ausgewiesenen neuen, beziehungsweise erweiterten Konzentrationszonen für Windkraftanlagen im Stadtgebiet Linnich herrscht rege Aktivität. Zumindest auf dem Papier. Die Projektmanagement GmbH Von der Heide, Erkelenz, ist dabei, die Unterlagen zur Änderung der Flächennutzungspläne auszuarbeiten. Die ersten Entwürfe stellte das Planungsbüro jetzt dem Linnicher Ausschuss für Stadtentwicklung vor.

Erstmals liegen mit diesen Entwürfen auch die Sandorte der geplanten Windkraftanlagen fest. So werden nordöstlich von Körrenzig in unmittelbarere Nachbarschaft zu den bereits Strom produzierenden Anlagen auf dem Gebiet der Stadt Linnich sowie der Nachbarstädte Erkelenz und Hückelhoven sechs weitere „Windräder” geplant. Zwei unterschiedliche Typen sind hier vorgesehen: Die 180 Meter hohe Version mit einer Leistung von 3170 Megawatt und die 165 Meter hohe mit einer Leistung von 2300 Megawatt.

In der zweiten Vorrangzone bei Kofferen haben vier Anlagen Platz. Hier sind es ausschließlich die 180-Meter-Riesen, die jeweils 3170 Megawatt Strom liefern. Der „Windpark” bei Hottorf im Grenzbereich zum Stadtgebiet Erkelenz und dem Gemeindegebiet Titz an der L 366 soll mit sechs der 180-Meter-Windkraftanlagen bestückt werden.

Bei Boslar schließlich sind sechs Anlagen mit einer jeweiligen Leistung von 3170 Megawatt und einer Gesamthöhe von 146 Metern geplant. Hier verwiesen die Planer lächelnd auf eine Besonderheit. „In Boslar ist es das erste Mal in Deutschland, dass Windkraftanlagen in der Nähe eines Flughafens errichtet werden.” Dabei handelt es sich um den Flugplatz für Ultraleichtflugzeuge, der sich rund 800 Meter entfernt von den Drehflüglern befindet und damit in der Unbedenklichkeitszone liegt.

Die Planer versicherten auf Nachfrage, dass alle Anlagen wie vom Stadtrat beschlossen einen Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung halten. Ebenfalls Beschluss ist die stete Rücksprache mit dem Stadtrat, dem in allen Belangen die letztendliche Entscheidung vorbehalten bleibt.

Die Entwürfe sind zwar schon ausgesprochen umfassend, haben aber noch etliche zu füllende Lücken, auf die die Planer hinwiesen. So stehen noch Analysen und Gutachten aus etwa zur Veränderung des Landschaftsbildes, zum Artenschutz, zur Auswirkung auf Flora und Fauna. Aber auch Schallschutz und Schattenwurf werden gutachterlich erfasst.

Entgegen der Anregung aus dem Planungsbüro sollen Bürgerinformationen erst angesetzt werden, wenn diese Gutachten vorliegen. Darüber wird der Ausschuss frühesten in der Juni-Sitzung entscheiden.
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