Stammhaus: Vier Bewohner wagen Schritt in die Selbstständigkeit

Von: jan
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Grund zur Freude: Im Hintergru
Grund zur Freude: Im Hintergrund entstehen vier Appartments. Jetzt erhielt das Stammhaus mit seinen 18 Bewohnern eine Spende von der Sparkasse. Foto: Jansen

Jülich. Jeden Tag wächst die Vorfreude bei Christoph Beckers ein bisschen mehr. Denn jeden Tag beobachtet der junge Mann, der an den Rollstuhl gefesselt ist, wie sein neues Zuhause wächst.

Auf dem Grundstück des Stammhauses in Jülich, das im Moment Heimat für 18 junge Menschen mit Behinderung ist, entstehen vier Appartments. Eines davon bekommt Beckers, der verantwortliche Redakteur der Stammhaus-Zeitung.

Der Rohbau ist bald fertig. Ziel des Stammhauses ist, seinen Bewohnern ein so weit wie möglich eigenständiges Leben zu ermöglichen. Seit sechs Jahren arbeitet die Einrichtung mit dem Konzept des stationären Wohnens. Jetzt freuten sich die 18 Bewohner und ihre Betreuer über eine große Spende. 10.000 Euro aus dem Topf der Sparkasse Düren helfen, die Appartments zu realisieren. Sparkassendirektor Udo Zimmermann und Landrat Wolfgang Spelthahn in seiner Funktion des Aufsichtsratvorsitzenden des Kreditinstituts überreichten den Scheck an das Stammhaus.

Und sie blickten in strahlende Gesichter, als sie dies taten. Die Elternvertreterin Gisela Beckers bedankte sich für die Spende, die im Stammhaus gut angelegt sei. „Die jungen Menschen, die hier leben, entwickeln sich. Da muss man immer wieder neu planen”, sagte Beckers. Ein Ergebnis der Entwicklung ist der Auszug von vier Bewohnern in die Appartments. Sie wagen den Schritt vom stationären zum betreuten und selbstständigeren Wohnen.

Das Grundstück für den Neubau hatte die Stadt Jülich zur Verfügung gestellt. „Wir fühlen uns als Stammhaus in Jülich ernst genommen”, sprach Beckers von einer hohen Akzeptanz und einer funktionierenden Kommunikation.

Die Tatsache, dass es derzeit 58 Nachfragen nach einem Platz im Stammhaus gebe, wertete Beckers als Bestätigung für die Arbeit. Die Bewohner der Einrichtung zeigten ihren Dank und ihr Können mit den Geschenken, die sie Zimmermann, Spelthahn und dem Architekten Dirk Cordes machten. Die Männer erhielten drei bunte Skulpturen, die den Titel „Schräge Vögel” trugen. 395.000 Euro kosten die Appartments insgesamt. Das Geld kommt mit Fördermitteln, Eigenleistung und Spenden zusammen.
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