Stadtwerke stellen von Erdgas auf Bio-Erdgas um

Von: ptj
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Die Stadtwerke Jülich stellen auf grüne Mobilität um: Geschäftsführer Ulf Kamburg deutet auf die Zapfsäule, die von Erdgas auf Bio-Erdgas umgestellt wurde. Mit im Bild sind (v.l.) Sigrid Baum, Silke Hirth und Projektleiter Thomas Gremmer (alle Stadtwerke). Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) liegen voll im Trend: Weil immer mehr Menschen eine Mobilität wählen, die die Umwelt deutlich weniger oder gar nicht belastet, haben sie ihre bisherige Erdgas-Zapfsäule an der Esso-Tankstelle in der Großen Rurstraße auf Bio-Erdgas umgestellt.

„Was gut und nachhaltig ist, fördern wir“, begründet SWJ-Geschäftsführer Ulf Kamburg das Engagement für grüne Mobilität. So besteht in Jülich ab sofort, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden lang eine Tankmöglichkeit für Bio-Methan, wie der Fachbegriff für Bio-Erdgas lautet. Bis zu 100 Prozent sei der Treibstoff Erdgas durch Bio-Erdgas in H-Qualität zu ersetzen, hieß es. „H“ steht hier für „High Gas“ und bedeutet: mit besonders hohem Energiegehalt. Der Energiegehalt von einem Kilo Erdgas in H-Qualität entspricht etwa 1,5 Litern Benzin oder 1,33 Litern Diesel.

Bio-Erdgas verbessere die gute Umweltbilanz von Erdgas noch: So sinke nach Angaben der Deutschen Energieagentur bei einem 100-prozentigen Einsatz von Bio-Erdgas der Anteil von Kohlendioxid um 97 Prozent gegenüber Benzin. Ferner sei die Feinstaubproduktion des grünen Treibstoffs minimal.

Tendenz steigend

Bereits 900 Tankstellen bundesweit bieten heute Bio-Erdgas an, Tendenz steigend. Des Weiteren lohnt sich ein Blick auf die Kosten: Ein Kilo Bio-Erdgas kostet 1,079 Euro. Verglichen mit regulären Benzin-Treibstoffkosten spart man mit Bio-Methan etwa die Hälfte und immer noch rund 30 Prozent gegenüber Diesel-Kraftstoff. „Zusätzlich tut man etwas für die Umwelt“, betonte SWJ-Projektleiter Thomas Gremmer. „Denn durch die Nutzung von Bio-Erdgas hat der Verbraucher die Chance, selbst aktiv an der Energiewende mitzuwirken“, setzte er nach. „Mit Erdgas und Strom fahren die Menschen im ganzen Bundesgebiet kostengünstiger als mit herkömmlichen Treibstoffen“, erläuterte Ulf Kamburg und rechnete vor: Ein E-Roller verbrauche bei den aktuellen Treibstoffpreisen auf 100 Kilometer Strom für nur etwa 86 Cent. Ein Roller mit Benzinmotor benötige hingegen Sprit im Wert von rund vier Euro.

Ladestationen

Zwei Elektro-Tankstellen haben die Stadtwerke seit 2011 im Einsatz, eine am Jülicher Schlossplatz, Ecke Kölnstraße, eine an der Fachhochschule. Den Strom an den Ladestationen stellen die SWJ ihren Kunden sogar gratis zur Verfügung. Zudem werden Kunden der Stadtwerke bis Jahresende beim Kauf eines E-Rollers mit 100 Euro Zuschuss belohnt, beim Erwerb eines Elektro-Autos sind es stolze 500 Euro – das Förderprogramm „EnergieSparMobil“ macht‘s möglich.

Weitere Informationen bietet die Webseite der Stadtwerke Jülich GmbH: www.stadtwerke-juelich.de. Lademöglichkeiten sind unter http.//swj.ladenetz.de zu finden.

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