Jülich - Stadtwerke führen Vorauszahlung wie bei Handys ein

Stadtwerke führen Vorauszahlung wie bei Handys ein

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Ein Stromzähler der Stadtwerke Jülich GmbH. Foto: SWJ

Jülich. Die Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) bietet ihren Kunden jetzt einen Prepaid-Zähler an, der ähnlich wie eine Geld- oder Handykarte funktioniert: Man zahlt einen bestimmten Betrag im Voraus und lädt seine Karte damit auf. Anschließend kann man das Guthaben nach und nach verbrauchen – und kennt genau den Restbetrag.

Damit entspricht die SWJ den aktuell geäußerten Wünschen von Verbraucherzentralen und Beratungsstellen. Der Prepaid-Zähler soll den Kunden helfen, die ganz genau mit ihrem Geld haushalten müssen. Das sind Kunden, die sonst bei der Jahresabrechnung häufig Probleme mit Nachzahlungen bekommen.

Die SWJ löst damit auch ein ein ein eigenes Problem. „Wir wollen Energie verkaufen. Wenn dann aber die Rechnung nicht gezahlt wird, müssen wir – nach dem üblichen Mahnverfahren – den Strom abstellen“, berichtet Dr. Hildegard Hoecker, Leiterin der Kundenberatung. „Das ist auch für uns unangenehm und verursacht hohe Kosten. Darum suchen wir immer nach Möglichkeiten, um dies zu vermeiden.“

Die Installation dieses hochmodernen Zählers ist für die Kunden kostenlos. Der Zähler funktioniert mit einer Prepaid-Karte. Diese erhält der Kunde gegen Zahlung einer Kaution im Kundenzentrum der Stadtwerke. Er kann eine Bareinzahlung machen oder per EC-Karte bezahlen. Die Karte wird dann direkt von den Mitarbeiter der SWJ aufgeladen, der Kunde legt sie zu Hause auf den Zähler und schon fließt der Strom. Die Karte kann während der Öffnungszeiten des Kundenzentrums aufgeladen werden.

Und was passiert, wenn das Guthaben außerhalb dieser Zeiten, abends oder an Feiertagen, aufgebraucht ist? „Keiner unserer Kunden, die dieses neue System nutzen, muss am Wochenende oder an Feiertagen im Dunkeln sitzen“, beruhigt Hildegard Hoecker. „Die Geräte sind so eingestellt, dass die Stromlieferung während dieser Zeiten nicht unterbrochen wird.“ Außerdem zeigt der Zähler täglich und stündlich an, wie hoch der aktuelle Verbrauch ist. Damit kann man abschätzen, für welchen Zeitraum das Guthaben voraussichtlich noch reicht.

Durch die Vorauszahlung werden Außenstände vermieden. Denn der Kunde bekommt exakt die Menge Strom, für die er bezahlt hat. „Dass er eine genaue Übersicht über Verbrauch und Restguthaben hat, ist schon ein großer Vorteil für den Kunden“, urteilt Hildegard Hoecker. Das hätten auch die Schuldnerberatung und der Sozialdienst katholischer Frauen dem kommunalen Versorger bestätigt.

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