Stadtbücherei Jülich dank Förderverein „noch nicht abgesoffen“

Von: ptj
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Der alte Vorstand des Fördervereins ist wiedergewählt worden: v. l. die Beisitzerinnen Marlies Stechemesser und Edda Koch, die Vorsitzende Elisabeth Vietzke und Stellvertreterin Christa Bartel, Beisitzerin Barbara Hofzumahaus und die stellvertetende Büchereileiterin Birgit Kasberg. Hinten sind Geschäftsführer Hermann Petri und Beisitzerin Edith Seitz zu sehen. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Seit Beginn der Elternzeit schifft die Stadtbücherei in unruhigen Gewässern, aber ist immerhin noch nicht abgesoffen. Oben an Deck arbeitet die Mannschaft“. So informierte Dezernent Günter Vogel die versammelten Mitglieder des Fördervereins Stadtbücherei Jülich bei ihrer Jahreshauptversammlung über den „neuesten Stand“.

Die durch die Elternzeit von Stadtbüchereileiterin Mirka Reef entstehende Vakanz konnte zunächst durch zwei kurzfristige Besetzungen durch Enno Steinkemper und Anne Klinkertz ausgeglichen werden. Steinkemper wird jedoch ab 1. März eine Stelle in Leichlingen antreten, Klinkertz ab 15. März in Aachen längerfristig beschäftigt sein.

Nun „bestehen Optionen, die Stelle ab dem 1. März neu zu besetzen“, formulierte Vogel vorsichtig. Ein Lichtblick sei, dass die im vergangenen Jahr schwer erkrankte Birgit Kasberg nach erfolgreicher Wiedereingliederung ab sofort „wieder voll im Boot ist“. Sie ist in erster Linie in vertretender Leitungsfunktion tätig, nach wie vor in 15 Wochenstunden.

Ausdrücklich bedankte sich Vogel beim Förderverein, der „hilfreich eingesprungen“ sei. „Die Ausleihe ist in allen Bereichen zurückgegangen, logisch bei geringeren Öffnungszeiten. Primäres Ziel ist es, das wieder zu ändern. Es ist auch ein gewisser Rückstau entstanden, auch daran wird gearbeitet“, betonte Kasberg.

In ihrem Rückblick verwies sie auf „gute gemeinsame Aktionen“. Sehr positiv seien die Rückmeldungen über Sommerleseclub und Juniorleseclub gewesen. Geplant sei, beide wieder im Sommer zusammenzufassen. Im Verbund mit anderen Bibliotheken geht am 19. März die gemeinsame „Onleihe“, ein Ausleihprojekt für E-Books, in einem gemeinsamen Onlineportal an den Start. Einführungsveranstaltungen sind vorgesehen. Die von Christa Bartel eingerichtete Homepage: www.foerderverein-stadtbuecherei-juelich.de sei auf den neuesten Stand gebracht.

„So viel Geld haben wir noch nie ausgegeben“, betonte Geschäftsführer Hermann Petri. Immerhin müsse „keine Insolvenz angemeldet werden“, der Kassenbestand ist weiterhin vierstellig. „Das gesunde Finanzpolster für Notzeiten hat sich bewährt“, brachte die scheidende Kassenprüferin Birgit Rose Sinn und Zweck eines Fördervereins auf den Punkt. Großposten waren die Bezahlung der Teilzeitstellen, der Sommerleseclub und maßgeschneiderte „Medientröge“, das sind Präsentationstische in frontaler Ausrichtung.

Der komplette Vorstand wurde einstimmig bestätigt. Neu gewählt sind die Kassenprüfer Jutta Dahmen und Horst Stechemesser. Die alte und neue Vorsitzende Elisabeth Vietzke dankte zunächst allen Mitgliedern für ihre finanzielle Unterstützung und aktive Mithilfe. Ebenso fand sie Worte des Dankes an alle Sponsoren und Bücherfreunde, die vor allem die beiden großen Flohmärkte mit Bücherspenden bereichert hatten.

133 Mitglieder zählt der Förderverein, er gewann sechs Neuzugänge und beklagt zwei Todesfälle und einen Austritt. Der Verein wird wieder an der Bücherbörse des Geschichtsvereins teilnehmen – am 9. März. Flohmärkte sind im Rahmen der Stadtfeste im Mai und Oktober vorgesehen.

Ferner sei eine Lesung zum Thema „Erster Weltkrieg“ mit Guido von Büren geplant, es handelt sich um das ausführliche Tagebuch eines ehemaligen russischen Kriegsgefangenen. Ferner soll eine Umfrage anlaufen, die Wünsche und Anregungen der Stadtbüchereinutzer ermitteln soll.

Weiterhin fand die Versammlung Gefallen an einem Ideenwettbewerb unter den Vereinen, zu dem die CDU aufgerufen hat. Es geht um eine Ausschüttung der Sparkasse Düren von 2,1 Millionen Euro. Profitieren soll die Kinder- und Jugendarbeit. 300.000 Euro entfallen auf die Stadt Jülich. Bewerben will sich der Förderverein mit Leseförderprojekten oder der kostspieligen Abschlussparty der Leseclubs.

Bevor Dankesrosen verteilt und mit Sekt angestoßen wurde, bewarb Lesepatin Edda Koch die Lesestunden jeden Mittwochnachmittag für zwei Altersgruppen mit dem Ziel, „Lust am Lesen“ zu wecken. Es sei „ein gewisser Schwund“ festzustellen, besonders in der älteren Gruppe der sieben- bis neunjährigen Zuhörer. Dabei wurden die Lesestunden, die mit Bastelaktionen ausklingen, ausdrücklich gelobt. Sie seien sogar schon erfolgreich in Kindergeburtstage integriert worden.

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