Jülich/Rostock - „Stadt der jungen Forscher 2014“: Jülich wird Zweiter

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„Stadt der jungen Forscher 2014“: Jülich wird Zweiter

Von: -vpu-
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Noch vor dem Entscheid: Die drei Finalisten beim Wettbewerb um den Titel „Stadt der jungen Forscher“ am Donnerstagabend in Rostock werden plakativ in Szene gesetzt. Foto: Till Schürmann/Robert-Bosch-Stiftung

Jülich/Rostock. Gemessen an der Größe der Finalstädte hatte Jülich von vornherein keine Chance. Beim Wettbewerb um den Titel „Stadt der jungen Forscher 2014“ war die Herzogstadt mit etwa 33.000 Einwohnern gegenüber Würzburg (über 130.000) und Friedrichshafen (knapp 60.000) klar im Nachteil.

Vom wissenschaftlichen Angebot, das Kindern und Jugendlichen hier in der Region unterbreitet wird, kann man das nicht behaupten. Und dennoch reichte es nicht ganz. „Wir sind knapp geschlagen worden“, fasste Bürgermeister Heinrich Stommel am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung zusammen und ließ auch leichte Enttäuschung durchblicken. „Wir sind fairer Verlierer und gratulieren Würzburg, das gewonnen hat. Aber wir glauben, dass wir auch hätten gewinnen können.“

„Wir“ – das waren neben dem Verwaltungschef niemand Geringere als Sebastian Schmidt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich, FH-Rektor Professor Marcus Baumann und der Geschäftsführer des Solarinstitutes im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Professor Bernhard Hoffschmidt, sowie Dezernentin Katarina Esser, die bei der Wettbewerbsteilnahme Jülichs die Fäden gezogen hatte.

„Das ist schon sehr schade. Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass wir viel kleiner sind als die Siegerstadt Würzburg. Und die Größe spielte offenbar eine gewisse Rolle“, sagte Bürgermeister Heinrich Stommel mit Blick auf die Begründung der Jury.

„Alle drei Städte haben beeindruckende Konzepte vorgelegt und der Jury die Entscheidung sehr schwer gemacht. Würzburg hat uns vor allem mit seinem besonders starken und vielfältigen Netzwerk überzeugt“, so Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung und Mitglied der Auswahljury, vor der sich die Finalisten präsentiert hatten. Und: Mit drei Hochschulen und zahlreichen Schulen verfüge die Stadt Würzburg bereits über eine sehr gut vernetzte Bildungslandschaft. Der Förderwettbewerb und das Wissenschaftsfestival erreichen rund 80 Schulen aus der Region.

Eine derartige Zahl könnte Jülich selbst in Verbindung mit Düren kaum erreichen... Ein Größenkriterium war aber vor der Entscheidung nicht bekannt. Sei‘s drum: Der Sieger darf sich über 65.000 Euro Preisgeld und eine bundesweite Fachtagung freuen. Jülich und Friedrichshafen erhalten jeweils 5000 Euro als Trost.

Weil die Entscheidung doch ziemlich knapp war, ist nicht auszuschließen, dass sich Jülich noch einmal bewirbt. Professor Bernhard Hoffschmidt (DLR/FH): „Unsere Bewerbung war gut!“ Der Jülicher Beitrag trug den Titel „(Mit) Energie für Mensch und Umwelt“.

Hoffschmidt und Baumann sind nach der Präsentation noch am späten Donnerstagabend von Rostock zurückgereist, um das FH-Jubiläum am Freitagmorgen nicht zu verpassen.

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