Engelsdorf - Spindel-Treppe ist aus einer Eiche hergestellt

Spindel-Treppe ist aus einer Eiche hergestellt

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Die Spindeltreppe in Burg Enge
Die Spindeltreppe in Burg Engelsdorf ist ein Kleinod der Wasserburg.

Engelsdorf. In der historischen Wasserburg „Burg Engelsdorf”, zwischen Aldenhoven und Koslar am Merzbach gelegen, hat sich in dem hofseitigen Treppenturm aus dem 16. Jahrhundert ein kulturell außergewöhnlich bedeutsames Kleinod erhalten.

Es handelt sich um eine Eichen-Spindeltreppe mit 52 Stufen, die sich um einen über 10 m hohen Spindelstamm winden, und zwei Podesten als Zugang zu den beiden Obergeschossen.

Die stabile, aus einem einzigen Baum gefertigte Spindel und die teils brüchigen, aber noch immer tragfähigen Stufen weisen eine Vielzahl von Markierungen auf, die in einzigartiger Weise Rückschlüsse auf ihre Konstruktion, Bearbeitung - einschließlich der verwendeten Werkzeuge - und Nutzung zulassen. Während die Erbauung des in der Ecke zwischen West- (Palas-) und Nordflügel wohl im späten 16. Jahrhundert erfolgte, könnte die Treppe erheblich älter sein, eine Verlagerung nach außen ist nicht ausgeschlossen; wegen zu vieler Kernrisse ermöglichten dendrochronologische Untersuchungen noch keine Altersbestimmung.

Der Förderverein Festung Zitadelle Jülich e.V. koordiniert und fördert seit 2007 unter Federführung seines Vorsitzenden Conrad Doose die Bestandssicherung des Palas, Die erst dank des ganz herausragenden Engagements der Bauherren, des Künstlerehepaares Fernandez, mögliche Rettung der historischen Bausubstanz wird dabei auch im dritten Bauabschnitt (2011) nicht nur von der Bundes- und der NRW-Landesregierung sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn gefördert (wir berichten).

Mit Spenden der Jülicher Hans-Lamers-Stiftung und der Sparkasse Düren (je 10 000 Euro) helfen dankenswerterweise auch lokale Institutionen, der Region durch Rettung eines historisch und kulturell über das Rheinland hinaus bedeutenden Baudenkmals attraktiver zu machen.
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