Spiel- und Lernstube nach 40 Jahren umgezogen

Von: Kr.
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Unter dem Dach des Zirkuszeltes sprach Propst Josef Wolff die Segensworte und gemeinsam betete man das Vater unser. Foto: Kròl

Jülich. Es herrschte längst nicht nur eitle Freude, als es für die Spiel und Lernstube Schweizer Straße des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Jülich im Juni dieses Jahres hieß, Kisten packen und umziehen.

Kinder und Erwachsene mussten nach 40 Jahren ihre alten Räume verlassen. Zwar hatte man im Buchenweg, im Haus der Diakonie des evangelischen Kirchenkreises Jülich, ein neues Zuhause gefunden, doch zurück blieben nicht nur lieb gewonnene Gewohnheiten und viele Erinnerung.

Auch so manches Spielgerät und Möbelteile konnten nicht mitgenommen werden, weil die neuen Räume rund 30 qm kleiner waren.

Sie sind optisch zwar wesentlich ansprechender, doch durch die Verkleinerung hat man beispielsweise auch ein neues Konzept erarbeiten müssen. So kommen nun täglich von 14 bis 16 Uhr die Grundschulkinder zum Lernen und Spielen, erst danach sind die größeren Kinder dran. Dennoch ist man froh und glücklich, ein neues Zuhause gefunden zu haben. Man hat sich eingelebt und sortiert, und fand es nun an der Zeit, mit all jenen, die in den vergangenen Wochen behilflich waren, zu feiern.

Außerdem hieß es, runden Geburtstag feiern, denn im November 1974 nahm die Spiel- und Lernstube in der Schweizer Straße ihre Arbeit auf. Bereits 1960 hatte sich in Jülich unter der Leitung von Therese Jansen der SkF gegründet ,und die Idee eine solche Stube einzurichten wurde geboren, als die Frauen zwei Roma-Familien halfen, sesshaft zu werden. Mittlerweile unterhält der SkF drei solcher Einrichtungen und betreut rund 150 Kinder. Zwei Sozialpädagoginnen und ein Sozialpädagoge halten die Fäden in der Hand und werden von vielen ehrenamtlichen Lernhelferinnen und Lernhelfern unterstützt. Ihnen allen galt der Dank von Renate Wilden, Vorsitzende des SkF. Doch ein Gutes, so war bei der Feier zu erkennen, hatte der Umzug schon. Die neue Einrichtung verfügt über ein schönes Außengelände, das die 37 Kinder und Jugendliche, die im Buchenweg nun ein- und ausgehen, nutzen können. Hier hatte sich auch die Festgemeinde eingefunden, die Renate Wilden begrüßte. Ihr besonderer Dank galt dabei auch der evangelischen Kirchengemeinde, die die Wohnung zur Verfügung stellte. Hier sprach Propst Josef Wolff die Segensworte, und eine Reihe von Ehrengästen, angefangen beim stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Gunia, über Karin Heritsch vom Diözesan Caritasverband, Pfarrer Horst Grote von der evangelischen Kirchengemeinde und die stellvertretende Landrätin Helga Conzen schloss sich mit Ansprachen an. Unter einem Zirkusdach fand die kurze Feier statt, denn im Mittelpunkt sollten die Kinder stehen. Deshalb hatte man auch den Kölner Mitmachzirkus eingeladen, so wurden dann auch die Ehrengäste gleich eingespannt, beim Zirkusprogramm mitzuwirken. Außerdem gab es noch einen Spieleparcours.

Für die Familien und Kinder war all dies übrigens kostenlos.

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