Spannung mit Löwe und Maus beim Figurentheater Heinrich Heimlich

Von: ptj
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Begeistern Kinder ab vier Jahren in zwei Aufführungen: Der mächtige Löwe (Heinrich Heimlich) und die mutige Maus Toni (Jeannine Gretler). Foto: Jagodzinska

Jülich. Zum Kindertheater des Monats ausgewählt wurde das Figurentheater Heinrich Heimlich mit seiner selbst arrangierten Fabel „Der Löwe und die Maus“. Sogleich buchte Christoph Klemens vom Jülicher Kulturbüro das Figurentheater, das in Belgien auch in französischer Sprache aufgeführt wird.

Mittelpunkt ist ein gemütliches Sofa mit afrikanischen Accessoires. Dort, „in der sengenden Hitze der Savanne“, hält ein mächtiger Löwe seinen Mittagsschlaf. Absichtlich verpasst Darsteller Heinrich Heimlich seinen Einsatz hinter der Maske, damit für die Kinder erkennbar ist: „Da ist immer einer dahinter“.

Die auf Kinder ab vier Jahren zugeschnittene Handlung beginnt langsam und bleibt stets auf Situationen aus dem Alltagsleben der Kinder übertragbar. Zwei kleine Mäuse in der Hand von Jeannine Gretler wagen es, auf dem Sofa herumzutoben und sogar den Löwen zu kitzeln und zu beißen, bis eine gefangen wird und schon über dem riesen Löwenmaul baumelt. Aber mit Selbstvertrauen und Ideenreichtum überredet das scheinbar hilfsbedürftige Wesen namens Toni den König der Savanne, sie am Leben zu lassen, weil auch sie ihn retten kann.

Seine Entscheidung wird der Löwe, der zuerst darüber überheblich lacht, nicht bereuen. Es folgt ein Schattenspiel und Maskentheater zu afrikanischer Trommelmusik. Zu sehen sind durch die Savanne ziehende Tierherden, eine überdimensionale Löwenmaske und ein springender Löwe, der auf einmal vor Schmerzen schreit. In seiner Pranke sitzt ein Dorn, den er nicht entfernen kann. „Die Kunde von der Wunde macht die Runde...“ und die Maus erfährt von dem leidenden Löwen, der an Blutvergiftung sterben wird, wenn er keine Hilfe bekommt. Die Maus beschließt entgegen aller Widerstände, ihm zu helfen und rettet dem König der Savanne das Leben.

Auch starke und mächtige Wesen können schwach und verletzlich sein, und entsprechend kleine hilflos scheinende Wesen innere Stärke entwickeln, ist die verschlüsselte Aussage der Handlung. Ziel der Aufführung ist es, „Kindern Mut zu machen, mit Mut, Tapferkeit und Witz gefährliche Situationen zu bestehen“, so drückte Heinrich Heimlich es aus. Hierzu setzt das Figurentheater diverse Stilmittel ein: Schauspiel mit kleinen und großen Figuren, Masken- und Schattenspiel, Pantomine und Gesang, denn selbstverständlich sollen die Kinder auch die Schönheit des Theaters kennenlernen.

Das Figurentheaterstück basiert auf der gleichnamigen Fabel von Aesop, geändert wurde aber der zweite Teil: Der Löwe gerät in Heimlichs Figurentheater nicht in das Netz eines Jägers, das die Maus schließlich durchbeißt, sondern verletzt sich mit einem Dorn. Heimlich zeigte sich sehr erfreut über die Begeisterung der Schüler der KGS Jülich, der GGS Koslar sowieder Stephanusschule Selgersdorf, aus Niederzier und der Kita „Rappelkiste“ Lich-Steinstraß, die sichtlich mit Spannung die Handlung verfolgten.

 

 

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