Spannende Abenteuer auf dem Amazonas

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Jülich. Sie können es nicht lassen: Ihre Reisen führen die Weltumradler Axel Brümmer und Peter Glöckner immer und immer wieder zurück in die dichten Urwälder Amazoniens. Darüber berichten sie am 6. November wieder in Jülich.

Insgesamt mehr als vier Jahre lebten die beiden Abenteurer bei über 20 verschiedenen Indianerstämmen. Anderthalb Jahre dauerte allein ihre erste Amazonasbefahrung mit Faltbooten. So nahmen sie sich auch 2007 ein halbes Jahr Zeit, um mit ihren Kanus weitere unerschlossene Amazonasgebiete, deren Natur sowie den bedrohlichen Wasserrückgang und die damit verbundenen Auswirkungen für die Menschen hautnahe kennenzulernen.

Denn im „El-Ni-o-Jahr” trafen Naturgewalten und die von Menschen verursachte Klimaverschiebung in Form der voranschreitenden Austrocknung besonders extrem zusammen.

Zum größten Sambafestival

Erst 2002 wurde in den Anden eine neue Amazonasquelle entdeckt. Damit gilt der wasserreichste Strom als längster Fluss der Erde - länger als der Nil. Um Amazonien in möglichst all seinen Facetten zu erleben, fuhren Brümmer und Glöckner nicht nur mit dem Paddelboot, sondern auch per Fahrrad auf der dschungelüberwucherten Transamazonica. Anschließend reisten sie zum größtem Sambafestival, zu alten Freunden und zu selbstverwalteten Indianergebieten.

Dort war ein neuer Goldrausch ausgebrochen. Zehntausende von skrupellosen Goldsuchern holzten Bäume ab, stritten um die besten Claims und verseuchten ihr Trinkwasser und das der Indianer mit Quecksilber. In einer der abgelegensten Ecken der Welt kämpften Männer, die nichts mehr zu verlieren hatten, für ein wenig Reichtum - ständig in Sorge vor der Habgier des Nachbarn und der allgegenwärtigen Malaria.

Zu Beginn der ersten Paddelreise, die Axel und Peter gemeinsam mit ihrem Freund Jörg Buhl antraten, reisten die Drei mit zwei einheimischen Hochlandindianern aus Bolivien auf einem historischen Goldweg der Inkas über die Königskordillere bis ins Amazonastiefland, wo sie auf einem kleinen Wildbach mit ihren Booten einsetzten und in das größte Flusssystem der Erde eintauchten.

Unerforschte Felszeichnungen

Während ihrer Reise auf den Wasserwegen durch den Amazonasurwald erlebten die drei Paddler in abenteuerlicher Weise unermüdliche Goldsucher und mückengeplagte Fischer, einfache Indianer und organisierte Cocaschmuggler, hilfsbereite Militärpolizisten sowie überzeugte Missionare und urwalderfahrene Einsiedler. Sie fanden unerforschte Felszeichnungen und ließen sich weder durch Malaria noch durch Stromschnellen aufhalten.

Manchmal schwamm nach einem Kentern die gesamte Verpflegung weg. Beim Umtragen der Boote trat Axel auf einen Stachelrochen und wurde ernsthaft am Fuß verwundet. In den weiten Überschwemmungswäldern verirrten sie sich, und nur die scheuen Indianer konnten den Ausweg weisen. Bei einem Abstecher zu den Yanomami erlebten die beiden Fotojournalisten, wie sich ein Volk seinen Weg in die moderne Zeit sucht, ohne dabei seine Traditionen aufzugeben.

In authentischen Darstellungen zeigen Axel und Peter das Leben im Urwald, ihr Zusammenleben mit Eingeborenen und unvorhergesehenen Erlebnissen mit neugierigen Krokodilen, wohlschmeckenden Piranhas und lärmenden Papageien.

Dieser Vortrag, bereichert durch neue Bilder und frische Erlebnisse, ist eine Reisereportage, die durch die Vermittlung des unverfälschten Eindrucks aus erster Hand besticht.

Der Vortrag im Kulturbahnhof Jülich, beginnt am Samstag, 6. November um 20 Uhr. Der Einlass ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für acht Euro im Kuba-Büro oder bei der Buchhandlung Fischer. An der Abendkasse kostet der Eintritt zehn Euro.
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