Sommernachts-Special: Coverversionen und Eigenes

Von: SaS.
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Vom Solo zum Trio. Bernhard Ge
Vom Solo zum Trio. Bernhard Gerards (l.) musizierte mit wechselnden Partner, hier mit Verena Herff und Dominik Glogowskyj. Foto: Schönborn

Linnich. Weitaus kunstvoller als ein Kleinkind, dass auf Töpfen trommelt, aber nicht weniger begeistert, unterhielt Bernhard Gerards am Samstagabend die über 80 Besucher, die zum Sommernachts-Special des Linnicher Kultursommers ins Linnicher Martinuszentrum geströmt waren.

„Ich habe mich schon musikalisch ausgetobt, seit ich sprechen konnte”, erzählt Gerards und fügt lächelnd hinzu: „Kein Wunder, dass meine Eltern mir schon mit acht Jahren Schlagzeugunterricht ermöglichten.”

Durch diese pädagisch wertvolle Maßnahme konnte nicht bloß das Haushaltsgeschirr geschont, sondern auch das Talent des jungen Künstlers gefördert werden, der das Programm des Kultursommers insbesondere für Jugendliche musikalisch bereicherte.

Bernhard Gerards spielte vor allem Coverversionen von bekannten Interpreten wie Bon Jovi und Toto und aktuelle Hits von Milow und „Of Monsters and Men”, stellte aber auch eigene Lieder vor: „Ich habe heute meine beiden neuen Songs Till Im ready und Still feeling this way gesungen, in denen ich die Trennung von meiner Freundin verarbeite.”

Gerards begann die Nacht schlicht: Ein Soloauftritt, bei dem er sich selbst mit der Gitarre begleitete. Im Laufe des Abends holte er immer mehr junge Musiker auf die Bühne: Dominik Glogowskyj an der Rhythmusgitarre, Philipp Richter am Schlagzeug, Gerards Vater Karl-Leo Gerards an der Bassgitarre und Verena Herff als zweite Sängerin. Untermalt wurde die Musik von einer bunten Lichtershow, die der Bruder des Sängers, Markus, vorbereitet hatte.

Der junge Musiker möchte in der Musikszene neu Akzente setzen und sich von Electro- und Techno-Tönen der Charts abgrenzen: „Während meiner künstlerischen Laufbahn habe ich schon öfters die Genres gewechselt, aber ich merke, dass mich die Natürlichkeit der Akustikmusik fasziniert. Mit Gitarre und Klavier möchte ich Musik spielen, die einen Kontrast zu den Liedern der Diskotheken bildet, die oftmals am Computer entstehen. Aus diesem Grund ist John Mayer eines meiner großen Idole.”

Im Moment bereitet sich Gerards auf die Aufnahmeprüfung an der Weseler Musikschule vor, an die er nach seinem freiwillen sozialen Jahr als Student zurückkehren will. Auch wenn er seine Prüfer noch beeindrucken muss, hat er das bei seinem Publikum bereits geschafft: „Mir hat der Abend sehr gut gefallen, vor allem, da Bernhard so viele Songs gespielt hat, die ich auch aus dem Radio kenne”, fasst Joana Hinssen (18) den Abend für sich zusammen. „besonders schön war seine Interpretation von Ein Kompliment von Sportfreunde Stiller.”
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