Jülich - Sommer schreibt trübe Zwischenbilanz

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Sommer schreibt trübe Zwischenbilanz

Von: spl
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Ob Mädchen oder Junge - am Di
Ob Mädchen oder Junge - am Dienstag kühlte sich fast jeder mit einem Sprung ins kühle Nass ab. Foto: Sarah Plahm

Jülich. Sommer, Sonne, Spaß! Bei rund 27 Grad Lufttemperatur und etwa 20 Grad im Wasser frönten am Dienstag Jung und Alt dem ausgelassenen Badespaß im Jülicher Freibad.

Mit Sonnenschirm, Picknickdecke, Badehandtuch und Proviantkorb im Gepäck machten sich viele Kinder und Jugendliche mit ihren Freunden oder Familien auf den Weg ins Freibad.

Bei ausgiebigem Sonnen- und Wasserbaden erlebten mehrere Hundert Besucher einen entspannten Start in den Sommermonat August. Viele Kinder zeigten ihre besten Sprünge ins kühle Nass oder übten sich in möglichst ausdauerndem Tauchen.

Doch Tage wie diesen gab es im Jülicher Freibad bislang kaum. Fachangestellter Frank Dregger, der für die Sicherheit im und am Becken sorgt, erinnert sich an nur wenige vergleichbar gute Tage.

Nach Angaben der Stadtwerke Jülich gab es bisher nur an drei Tagen mehr als 1000 Gäste - 2010 war dies an insgesamt 20 Tagen der Fall. Frank Dregger hoffte auch am Dienstag noch auf mehr als 1000 Besucher.

Dass diese Zahl eine wahre Rarität in dieser Badesaison ist, muss eindeutig dem unbeständigen Wetter zugeschrieben werden. Statt strahlendem Sonnenschein bei warmen bis heißen Temperaturen bäumte sich am Jülicher Himmel zeitweise eine Wolke nach der anderen auf.

Eine derart trübe Aussicht schlägt nicht nur manchem aufs Gemüt, sondern hält die meisten Wasserratten auch von einem Besuch im Freibad ab. Dies zeigte in Jülich zuletzt viel zu oft seine gähnend leere Seite.

„Den Schlechtwettertagen strotzen allenfalls die Frühschwimmer - Stammgäste”, so Frank Dregger. An kühlen und wolkenverhangenen Tagen seien es meist zwischen 40 und 50 Unverdrossene, die am Morgen ihre obligatorischen Bahnen ziehen.

Weitere Besucher verirrten sich dann kaum ins Freibad. Bei derart niedrigen Besucherzahlen lohne es sich nicht, die Anlage ganztägig zu öffnen. Das Bad schließt dann bereits um 12.30 Uhr seine Pforten.

Ernüchternde Besucherzahlen zeigen die bisherige Bilanz: Während das Freibad im Vergleichszeitraum von Anfang Mai bis Ende Juli 2010 nach Angaben der Stadtwerke rund 44.000 Besucher zählte, begaben sich in diesem Jahr im gleichen Zeitraum lediglich etwa 11.000 Schwimmfreudige ins Jülicher Freibad.

Grund für den Rückstand in der Statistik könnte insbesondere der Juli sein. Er war der erste zu kühle Monat in diesem Jahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einer Pressemitteilung erklärt.

Kamen im Juli 2010 nach Angaben des DWD mit 275 Sonnenstunden in NRW Sonnenanbeter noch zur Genüge auf ihre Kosten, waren es im Juli 2011 nur 133 Sonnenstunden. Doch auch der Juni zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr, was die Sonnenstunden betrifft, eher bescheiden.

Gab es in NRW laut DWD im Juni 2010 noch 265 Sonnenstunden, zeigte sich die Sonne in diesem Jahr nur 192 Stunden. Anders sieht es für den Wonnemonat Mai aus.

Während der DWD 2010 für NRW lediglich 135 Sonnenstunden meldete, konnten in diesem Jahr Sonnenhungrige ganze 276 Stunden strahlenden Sonnenscheins genießen.

Dass allerdings ausgerechnet zum Ferienstart in NRW das Wetter eher schlecht ist, bleibt Pech und die Freibadbetreiber können nur hoffen, dass die Wettergötter erbarmungsvoll zeigen und den Jülicher Schülern noch heißes, sonnenreiches Wetter bescheren.
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