Jülich - Solisten-Ensemble der Philharmonie Köln gastiert in der Schlosskapelle

Solisten-Ensemble der Philharmonie Köln gastiert in der Schlosskapelle

Von: jago
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Die Junge Philharmonie Köln gastierte in der Schlosskapelle: Die Musiker wurden mit Begeisterungsstürmen gefeiert. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Junge Philharmonie Köln hat erneut mit ihrem Solisten-Ensemble in der Jülicher Schlosskapelle gastiert. Die vorzüglichen Erfahrungen aus früheren Konzerten und überragende Kritiken hatten zur Folge, dass die Eintrittskarten schnell vergriffen waren.

Moderator Rafael Schwarzstein, der später in der „Ungarischen Rhapsodie” von Franz Liszt einen blendenden Klarinettenpart ablieferte, kündigte die Interpretationen zur Freude der Zuhörerschaft mit frischen und für ein klassisches Konzert ungewohnt lockeren Sprüchen an. Zur Einstimmung spielte das Ensemble die beschwingte Sinfonia zur Oper „LOlimpiade” in der Vertonung von Antonio Vivaldi.

Haydn und Schubert

Dem kurzen Appetitmacher folgten Passagen des Cellokonzerts No. 2 von Joseph Haydn, in dem Solist Erik Asgeirson verdeutlichte, weshalb Cellisten Haydns Werke als großen Schatz ansehen. Nach der Pause verzauberten die Musiker ihr Publikum geradezu mit „Klassiklegenden”. Goethes „Erlkönig” in der Vertonung von Franz Schubert im Arrangement von Matthias Grimminger wurde in den Instrumenten lebendig. Die „Zigeunerweisen für Violine und Streicher” des Spaniers Pablo de Sarasate kündigte Schwarzstein als einen ganz besonderen Leckerbissen an, wobei er augenzwinkernd den Komponisten als den Robbie Williams seiner Zeit titulierte.

Stellvertretend für alle anderen Solisten des Konzertabends sei hier Alexej Semenenkos Interpretation näher beschrieben. Der junge Violinist spielte ganz in sich und sein Instrument versunken voller Leidenschaft, um im Wechsel zu schnelleren Passagen seiner Violine Tonfolgen in irrwitzigem Tempo zu entlocken.Wenn der Begriff virtuos angebracht ist, dann war er es hier. Ein Lächeln zeigte sich auf den Gesichtern der begeistert applaudierenden Zuhörer.

Nach der „Ungarischen Rhapsodie” stand das Werk „La Campanella” von Niccolò Paganini auf dem Programm, in dem Violinist Roman Kim den Solopart bestritt. Nahtlos schloss sich der Vortrag an das großartige Niveau an. Fazit: Das Ensemble der Kölner Philharmonie schenkte dem Publikum ein vorweihnachtliches Konzert der absoluten Spitzenklasse.
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