Skulpturenweg: Kunst am Rurufer

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
Die Rurdorfer Künstlerin Bina
Die Rurdorfer Künstlerin Bina legt letzte Hand an. Ihre Installation „Sonnen strahlen” ist ein bunter Blickfang. Foto: O. Jonel

Linnich. Noch ist es nur ein zartes Ahnen. Im Vorbeifahren fällt noch nicht wirklich auf, dass sich unterhalb der Heinrich-Weitz-Brücke in Linnich etwas tut. Mancher Fußgänger hält allerdings inne.

Und er wirft einen längeren Blick auf den Grünstreifen am linken Rurufer Richtung Polizeischule. Dort treibt Kunst erste Blüte. Die Arbeiten am Skulpturenweg haben begonnen.

Bina, Künstlerin aus Rurdorf und gemeinsam mit ihrem Mann Wilfried Theisen Initiatorin des Skulpturenwegs, legte am Mittwoch letzte Hand an ihr Objekt. „Sonnen strahlen” heißt es und steht auf einem frei gemähten Teil des hoch bewachsenen Uferstreifens Einem überdimensionalen Mobilée ähnlich hängen bunte Scheiben an strahlenförmig angeordneten Stäben. Ein Windhauch, und die bunten Scheiben entwickeln ein wirbelndes Eigenleben. „Bewegung ist mein Thema, Transparenz und Reflexion - alles in einem vereint.”

Die 2008 als Beitrag zu einem Aktionsskulpturenweg in Oberkirch im Schwarzwald entstanden symbolisiert die Installation aber auch Licht und Schatten, Leben und Tod.

Unmittelbar daneben steht ebenfalls schon die fast drei Meter hohe Skulptur mit dem Titel „Ich hole Dir vom Himmel die grüne Sonne”. Schöpfer Willi Arlt versteht „grün” dabei weniger als Farbton, sondern eher als politisch-ökologische Anspielung.

Der gelernte Fernmeldetechniker entwickelt für den Außenbereich meist große Objekte. Seine „grüne Sonne” wiegt satte 130 Kilo, und damit einiges mehr als die Bank mit dem Zeitungsleser, die im Vorfeld des Bahnhofs in Arlts Heimatort Lindern steht.

Ebenfalls ein Schwergewicht von hundert Kilogramm hat Thomas Bock an das Rurufer gepflanzt. „Gebeugt” nennt er sein Werk. Das klingt nach dem Diebstahl der ersten Skulptur - Klasse der rheinischen Förderschule aus dem Bendenweg hatte farbige Holzquader gestaltet und unmittelbar vor den Sommerferien in einem Baum aufgehängt - fast wie eine Warnung an Langfinger.

Der Großteil der 22 Skulpturen zwischen Rurbrücke und Polizeischule wird erst am Freitag installiert. Wenn am Samstag um 15 Uhr Eröffnung gefeiert wird, werden die 17 Künstler dabei sein. Das Werk der Förderschüler wird derweil wohl irgendwo „privat” ausgestellt sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert