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„Siwa” erkennt ihn nach fünf Jahren Abwesenheit

Von: ma.ho.
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Zum 40-jährigen Dienstjubilä
Zum 40-jährigen Dienstjubiläum gratulierte neben Dr. Dorothee Esser (l.), Leitung im Brückenkopf-Park Jülich, auch Eva Behrens-Hommel (r.), Vorsitzende des Brückenkopf-Vereins Jülich. Foto: Horrig

Jülich. Er gilt nicht nur in Fachkreisen als ein Vollblut-Tierpfleger, der bereits in früher Kindheit sein Interesse den Tieren widmete. Zuhause in Wuppertal wuselten Hunde, Katzen und Kaninchen herum und es wunderte niemanden, dass er mit 14 Jahren eine Tierpflegerausbildung - natürlich gegen den Wunsch der Eltern - im Wuppertaler Zoo begann.

Schnell überzeugte er seine Ausbilder von seinem besonderen „Draht” zu Tieren. Bereits im 3. Lehrjahr überließ man ihm das Elefantenrevier, nachdem der eigentliche Pfleger erkrankte.

Dort traf er dann auch auf die damals 14-jährige Elefantendame „Siwa”, zu der er ein ganz besonderes Verhältnis aufbaute. „Wir haben mit den Elefanten sogar kleinere Vorstellungen gegeben”, schwärmt Kehl heute noch. Auf die Frage, was ihn denn in seiner Tierpflegerlaufbahn besonders berührt hat, erzählt der Jubilar von „Siwa”, die ihn nach fünf Jahren Abwesenheit direkt wiedererkannte.

Der Wuppertaler Zoo war an diesem Tag stark besucht. Natürlich ging Kehl direkt zu dem Elefantengehege und rief „Siwa”. Diese richtete ihre Ohren, um die vertraute Stimme zu orten, und hob den Rüssel. Noch einmal gerufen kam der Elefant direkt auf ihn zu und tastete Kehl liebevoll mit ihrem Rüssel ab.

Nach einigen Jahren dachte der Tierpfleger über einen „Tapetenwechsel” nach und trat eine Stelle bei einem Privatzoo in Ostfriesland an. Dort blieb er zwei Jahre, bis ihn der Weg in den Tiergarten Straubing führte. Nach etwa drei Jahren las er in einer Fachzeitschrift, dass der Brückenkopf-Zoo einen Tierpfleger suchte. Nahe der Heimat Wuppertal nahm er die Stelle 1976 an.

Im Jülicher Zoo warteten mannigfaltige Aufgaben auf den Tierpfleger und seine Frau. Mit dem Pony „Pascha” fuhr Kehl anfangs durch Jülichs Straßen und klapperte die Einkaufsmärkte nach Abfallgemüse ab. Jeder kannte den Mann mit dr Zigarr. Die Landesgartenschau 1998 brachte einschneidende Veränderungen für Hans Kehl, der sich aber dennoch immer wieder mit seinem Einfühlungsvermögen den Rahmenbedingungen anpasste.
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