„Sing bar sing” im Kuba: Alte Hits neu interpretiert

Von: bw
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Bei ihrem Konzert im Kuba prä
Bei ihrem Konzert im Kuba präsentierte die Kölner Gruppe „sing bar sing” bekannte Schlager in einem neuen Klang, der dennoch vertraut ist und zum mitsingen animierte. Foto: Wickmann

Jülich. Auf ihrer Mission zur Neuinterpretation des Deutschen Schlagers hat das Kölner Quartett „Sing bar sing” auch in diesem Jahr wieder dem Kuba einen Besuch abgestattet. Mit im Gepäck hatten sie ihr aktuelles Album „Heimreise”.

Die Besonderheit der Gruppe um Sängerin Gika Bäumer liegt darin, altbekannte Schlager der vergangenen Jahrzehnte und Neue- Deutsche-Welle-Hits auf eine völlig neue Art zu präsentieren. So wird aus Jürgen Drews „Ein Bett im Kornfeld” oder Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir” eine Jazz- oder Bluesnummer, bei der der Hörer oft erst nach ein paar Sekunden erkennt, welcher Song hier interpretiert wird.

Der Wiedererkennungswert ist sehr hoch und selbst Leute, die dem Schlager eher abgeneigt sind, kommen hier voll auf ihre Kosten. „Wir sind eine akustische Band und freuen uns, wenn das Publikum bei unseren Auftritten spätestens ab dem Refrain alles mitsingen kann”, erklären „sing bar sing”.

Vor fünf Jahren wurde die Gruppe von Gika Bäumer (Gesang) und Klaus Strenge (Gitarre) gegründet. Später stießen Matthias Ebbinghaus (Cajon, Melodica) und Eike Drück (Saxophon) hinzu und vervollständigten das Ensemble.

Beim Kuba-Konzert interpretierten sing bar sing unter anderem Roy Blacks „Du bist nicht allein”, Mirelle Mathieus „Schau mich bitte nicht so an” oder Nana Mouskouris „Guten Morgen Sonnenschein”. Als sehr ruhige Nummer kam beispielsweise Rudi Schurickes „Capri Fischer” daher und auch Nico Haas „Schmitdchen Schleicher” wurde ein völlig neues Klanggewand verpasst, das dennoch vertraut war.

Beim Refrain dabei

Mit großer Spielfreude wurden die Stücke mit eindeutigen Jazz- und Blueseinflüssen ausgestattet und Gika Bäumer brauchte das Publikum nicht lange zum Mitsingen zu animieren. Alle Zuhörer waren spätestens beim Refrain dabei und sangen die Textzeile „Bella Bella Bella Marie” mit.

Neben den klassischen Schlagern gehörten auch Lieder aus den zwanziger und dreißiger Jahren wie Fritzi Massarys „Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?” zum Programm und auch aktuellere Nummern wie der Trio-Hit „Da da da” oder Lucilectrics „Mädchen” erlebten eine musikalische Neuinterpretation.

Die zahlreichen Slapstick-Einlagen von Schlagzeuger Ebbinghaus bekamen ebenso großen Applaus wie die witzige Inszenierung von Westernhagens „Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz”, der in einer Allgäu-Version gespielt wurde. Weitere Hits waren Hildegard Knefs „Für mich solls rote Rosen regnen” oder Katja Epsteins „Wunder gibt es immer wieder” und selbstverständlich wurden dem Publikum zwei Zugaben geboten. Neben Gittes „Ich will nen Cowboy als Mann” und Michael Holms „Tränen lügen nicht” fand vor allem Rio Reisers „König von Deutschland” als Akustikversion großen Beifall.

Nach dem Wunsch des Publikums werden auch in Zukunft noch viele Konzerte von Sing bar sing in Jülich stattfinden.
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