Senioren am Steuer: Gefährlich oder gefährdet?

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Gerne nahmen die Teilnehmer während des Trainings die Gelegenheit wahr, sich testen zu lasten. Foto: Verkehrswacht

Koslar. Bis auf den letzten Teilnehmerplatz ausgebucht war ein Fahr- und Sicherheitstraining der Verkehrswacht Jülich für ältere Autofahrerinnen und Autofahre. Mit einer auf die Zielgruppe zugeschnittenen Präsentation wurden die mit dem Alter einhergehenden körperlichen Veränderungen zum Thema gemacht, die das Seh-, Hör- und Leistungsvermögen beeinträchtigen können.

Dazu zählen auch die Wechselwirkungen bei der Einnahme von ärztlich verordneten Medikamenten in Zusammenhang mit Mitteln aus der „Hausapotheke”, die oft einen nicht unbeträchtlichen Anteil an alkoholischen Zutaten haben. „Bin ich als Verkehrsteilnehmer gefährlich oder gefährdet?” war die Fragestellung, die die Teilnehmer den ganzen Tag über begleitete.

Das Teilnehmerfeld war bunt gewürfelt, von der jüngsten Teilnehmerin Anfang 60, der ihr Gatte das Training geschenkt hatte, bis zur ältesten Teilnehmerin, die mit 84 Jahren bis vor kurzem noch die Rübentraktoren fuhr. Auch ein pensionierter Polizeibeamter, der sein neues Auto kennen lernen wollte, Ehepaare, Vielfahrer und Teilnehmer, die das Training von ihren Kindern geschenkt bekamen, und „Wiederholungstäter” waren am Steuer.

Gestartet wurde die Praxis mit einem Slalomparcours, wo die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihre Stabilisierungsprogramme zu „erfahren”. Ein ungebremstes Ausweichen in der Kurve folgte in direktem Anschluss. Die Teilnehmer zeigten sich sichtlich erstaunt über die Möglichkeiten, die moderne Fahrzeuge bieten.

Weiter gings mit Notbremsungen auf verschiedenen Fahrbahnbelägen bis zur Übungen auf der Gleitfläche im Verkehrsübungspark, um winterliche Bedingungen zu simulieren. Nach kurzer Zeit waren alle Teilnehmer in der Lage, eine korrekte Notbremsung zu vollführen. Im Trainingsverlauf nahmen alle Teilnehmer gerne die Gelegenheit wahr, von der Verkehrswacht anonym und kostenlos ihr Seh- und Reaktionsvermögen testen zu lassen. Beanstandungen gab es keine.

Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem gebremsten Ausweichen, sowie auf speziellen Wunsch dem Kurven- bzw. Kreisbahnfahren bis zum ESP-Eingriff. In den Rückmeldebögen wurde einmal mehr bestätigt, dass die Verkehrswacht mit ihren ausführlichen, fachlichen und stets freundlichen Erklärungen richtig liegt. Lediglich eine Teilnehmerin „vermisste” das Rückwärtsfahren.
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