Selbstkritischer Vortrag über Toleranz und Kirche

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Jülich. Im Rahmen der Themenreihe „Alle Achtung – Toleranz leben“ lädt die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich zu einem selbstkritischen Vortrag.

In ihren offiziellen Stellungnahmen sieht auch die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) durchaus selbstkritisch: „Die Reformation hat keinen wirklichen Zugang zum Thema Toleranz gefunden. Toleranz gehört nicht zu den Schmuckstücken reformatorischer Kirchengeschichte, hier gibt es keine Heldengeschichten zu erzählen, sondern intolerante Haltungen einzugestehen, die letztlich erst durch die Aufklärung überwunden wurden“, schreibt das Magazin „Schatten der Reformation – Der lange Weg zur Toleranz“.

Vom Bilderstreit bis zur Verfolgung der Täufer ist die Entdeckung der Freiheit des Evangeliums begleitet von einem intoleranten Schatten, heißt es weiter. Damit gelte es sich auseinanderzusetzen.

Der für den Kirchenkreis Jülich geladene Referent Prof. Dr. Greschat verweist darauf, dass die Idee der Toleranz und ihre Einforderung von außen, nicht von innen, durch politische und gesellschaftliche Kräfte an die Kirchen – auch an die protestantische - herangetragen wurde.

Der Referent wird in seinem Vortrag nicht nur einen Blick in die Vergangenheit werfen, sondern durchaus die Toleranzfrage in der Gegenwart aufgreifen.„Die Toleranzfrage ist und bleibt ein Problem“, vertritt Greschat die Meinung.

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