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Selbstdisziplin und Fairness beim Kickboxen oberstes Gebot

Von: gre
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Kritisch verfolgt Arber Haxhija (vorne links) das Aufwärmtraining seiner Kursteilnehmer. Seine Kampfsportschule trainiert in der Schleidener Gymnastikhalle, die bald aufgrund der großen Nachfrage wohl zu klein sein dürfte. Foto: Greven

Schleiden. Erst seit gut einem Monat gibt es den Verein, der sich den Namen „Close Combat Aldenhoven“ gegeben hat. Close Combat steht für „Nahkampf“. Eine Kampfsportschule für das Kickboxen ist es. Der Verein trainiert in der Schleidener Gymnastikhalle im „Haus für Kinder“. Inzwischen ist sie viel zu klein ist für diesen Sport; denn die Schule hat schon einen ungeheuren Zulauf.

An zwei Abenden steht die Halle zur Verfügung, montags und mittwochs. 25 Kinder und Jugendliche lernen diese aus dem fernen Thailand stammende Art der Selbstverteidigung. Sie üben jeweils am Spätnachmittag.

Der Abend gehört den Erwachsenen. Dann ist die Halle fast zu klein für 25 Männer, die sich hier mit Laufen, Scheinboxen und Bodengymnastik aufwärmen bis der Schweiß aus allen Poren fließt. Ihr Chef Arber Haxhija aus Aldenhoven, ein ehemaliger Hauptschüler, der zurzeit an der RWTH Aachen Maschinenbau studiert, führt ein strammes Training durch.

„Danach spürt man jeden Muskel“, bestätigen Aaron und Jan. Aber den jungen Männern macht es Spaß. Es sei der beste Ausgleich nach einem Tag im Hörsaal, auf der Schulbank oder am Arbeitsplatz. Der 27-jährige Arber Haxhija, der seit seinem 4. Lebensjahr in Deutschland lebt und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, war in dieser Sportart „Deutscher Vizemeister“. Er hat seine Trainerlizenz beim Dachverband für diese Sportart, dem „Muay Thai Bund Deutschland“ erworben.

Sein Motiv für die Gründung von Kickboxschule und Verein war, die Jugend von der Straße zu holen, sie, die zum Teil ausländische Wurzeln haben, zu integrieren. Arber Haxhija ist nebenbei auch an der Käthe-Kollwitz-Realschule tätig, wo sein Sport ebenfalls viel Anklang findet. Aaron der zuvor im Fitness-Studio war, ist stolz darauf, dass schon in wenigen Wochen überflüssige Pfunde gepurzelt sind und er Muskeln spürt, die er vorher gar nicht gekannt hat.

Fundament für neue Fitness

Aaron und Jan sehen das stramme Training als das Fundament für ihre neu gewonnene Fitness. Ihr Trainer ergänzt, dass diese Art des Sports die Selbstdisziplin ungemein fördert; denn das Kickboxen verlangt einen kühlen Kopf und eine starke Zielverfolgung.

Aaron und Jan loben die aus der Kameradschaft gewachsene mentale Unterstützung und Hilfsbereitschaft durch die anderen Sportler. Und beide betonen, wie viel mehr Lebensfreude sie nun verspüren. Niemand möchte auf das zweimalige wöchentliche Training verzichten, zu dessen wesentlichen Inhalten das Krafttraining gehört, bevor die Boxhandschuhe angezogen werden dürfen.

Ihr Trainer führt er strenges Regiment, für ihn ist Disziplin alles. Und zudem eine der Grundvoraussetzungen für sportliche Fairness, auf die hier streng geachtet wird.

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